Erneut gibt es einen Höchstwert bei den Temperaturen: In einem sächsischen Ort sanken sie in der Nacht nicht unter 29,4 Grad. Die bis dahin heißeste Nacht hatte es 2003 gegeben – der Wert lag 2,2 Grad unter dem aktuellen.
Die Hitze in Deutschland hat zu einem nächtlichen Temperaturrekord geführt. In Kubschütz im ostsächsischen Kreis Bautzen sank das Thermometer in der vergangenen Nacht nicht unter 29,4 Grad Celsius. Das teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit.
Der vorherige Rekord lag bei nächtlichen 27,2 Grad Celsius, die im August 2003 in Weinbiet in Rheinland-Pfalz verzeichnet wurden.
Dass die Nacht im Landkreis Bautzen so warm war, dürfte dem DWD zufolge an der Mittelgebirgslage gelegen haben. Es hätten südliche Winde geherrscht, deswegen habe es auf der Nordseite der Hänge leicht föhnige Effekte gegeben. Kubschütz liegt in der Oberlausitz in der Nähe der Grenzen zu Tschechien und zu Polen.
Rekord folgt auf Rekord
Auch die Tagestemperaturen waren gestern auf einen Höchstwert geklettert – in Drewitz im Jerichower Land in Sachsen-Anhalt erreichten sie 41,5 Grad Celsius.
Damit wurde der Rekord für die Tagestemperatur innerhalb nur eines Tages wieder geknackt. Bereits am Freitag war der Höchstwert aus dem Jahr 2019 eingestellt worden, als an einer Messstation in Saarbrücken-Burbach 41,3 Grad verzeichnet wurden.
Abkühlung ab Montag erwartet
Der DWD warnt auch für heute noch vor extremer Hitze. Diese verlagert sich demnach zunehmend nach Osten, in der Lausitz könnten womöglich bis zu 42 Grad erreicht werden. Vor allem im Osten, vereinzelt aber auch im Westen rechnet der DWD im Laufe des Tages mit schweren Gewittern mit erhöhter Unwettergefahr Im Süden dürfte es nur im Bergland einzelne, dann aber kräftige Gewitter geben.
Ab morgen soll es sich deutschlandweit abkühlen, die Temperaturen sollen dann die kommenden Tage nahezu überall unter 30 Grad sinken.
