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Startseite»Nachrichten»Comeback fast abgehakt: Serena Williams „hasst“ die „zermürbenden“ Anti-Doping-Regeln
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Comeback fast abgehakt: Serena Williams „hasst“ die „zermürbenden“ Anti-Doping-Regeln

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 28, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Comeback fast abgehakt

Serena Williams „hasst“ die „zermürbenden“ Anti-Doping-Regeln

Serena Williams will es nochmal wissen. Vier Jahre nach ihrem Karriereende startet sie in Wimbledon nochmal durch. Fast hätte das Comeback nicht stattgefunden, weil die 44-Jährige mit Regeln hadert. Nämlich denen des Anti-Doping-Testpools.

Serena Williams hat vor ihrem Comeback in Wimbledon Unverständnis für die „notwendigen“ Anti-Doping-Regeln im Tennis geäußert. „Das ist echt zermürbend. Sie haben die Regeln jetzt geändert. Einige kannte ich gar nicht“, sagte die 23-malige Grand-Slam-Gewinnerin: „Anscheinend gilt er als versäumt, wenn man einen Test außerhalb seines Zeitfensters verpasst. Da denke ich mir: ‚Na toll, dann kann ich wohl nicht meine Kinder abholen.'“

Für ihre Rückkehr war Williams im vergangenen Jahr wieder in den Anti-Doping-Testpool eingetreten. In ihren Augen sind die derzeitigen Vorgaben „unprofessionell. Ich hasse es“, sagte Williams: „Ich halte es zwar für notwendig. Aber wenn ich außerhalb meines Zeitfensters irgendwo hingehen möchte, sollte ich das machen können, ohne dass es als verpasster Test gewertet wird. Ich finde, es muss einen anderen Weg geben, das vernünftig zu gestalten, denn das hier ist einfach unvernünftig.“

Was genau Williams meinte, ist allerdings unklar. Denn die Meldepflicht schreibt unter anderem vor, dass Sportlerinnen und Sportler für jeden Tag des Jahres einen Ort für nur ein Zeitfenster angeben müssen, zu dem sie sich einem Test unterziehen können. Die Verweigerung einer solchen Angabe oder die dreimalige Unterlassung der Aktualisierung der Aufenthaltsdaten innerhalb von zwölf Monaten kann zu Sanktionen führen. Spieler können zudem jederzeit stichprobenartig getestet werden.

Kontrolleure erklären Williams die Regeln

Die Regeln seien „ein wichtiger Grund“ gewesen, führte Williams weiter aus, „warum ich auch nicht zurückkommen wollte, weil es einfach so schwierig ist. Ich meine, mein Leben ist vollgepackt.“ Sie leite eine Risikokapitalgesellschaft, reise um die Welt und habe ihre Kinder. „Ich könnte zu so vielen verschiedenen Zeiten in so vielen verschiedenen Städten sein.“

Im Anschluss reagierte die Internationale Agentur für Tennisintegrität (ITIA). Wenn ein Kontrolleur einen Spieler nicht erreichen könne, um ihn während des täglichen einstündigen Zeitfensters zu testen, für das dieser seinen Aufenthaltsort angeben muss, „gilt dies als verpasste Kontrolle, und drei verpasste Kontrollen können zu einem Verfahren führen“, erklärte ein Sprecher in einer Mitteilung an die Nachrichtenagentur AFP. Versuche ein Kontrolleur jedoch, einen Spieler außerhalb dieses einstündigen Zeitfensters zu testen und scheitere dabei, „gilt dies nicht als verpasste Kontrolle“, betonte er. Die Regeln zur Standortangabe hätten sich „in den letzten Jahren nicht geändert“, erklärte die ITIA.

Serena Williams feiert überraschendes Comeback

Wimbledon diesmal „wirklich genießen“

Aus sportlicher Sicht werden Williams bei ihrer Rückkehr leise Zweifel auf den Centre Court folgen. Bis zu ihrer Zusage für eine Wildcard im Londoner Südwesten vor einer Woche sei sie sich „nicht sicher“ gewesen, ob sie diese annehmen solle, sagte die 44-Jährige: „Um ehrlich zu sein, bin ich mir immer noch nicht sicher.“

Vier Jahre nach ihrem ursprünglichen Karriereende bei den US Open trifft Williams im Einzel am Dienstag auf die Australierin Maya Joint. Im Doppel startet sie dank einer weiteren Wildcard an der Seite ihrer Schwester Venus. „Ich glaube, dass meine Erwartungen insgesamt zum ersten Mal in meiner Karriere anders sind“, sagte Williams mit Blick auf ihren ersten Auftritt an der Church Road. Sie habe das Gefühl, „dass ich es wirklich genießen werde, da draußen zu sein“.

Verwendete Quellen: ntv.de, ara/sid

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