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Politik

Erste Sommerreisewelle erwartet: Wo Stau droht

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 2, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 02.07.2026 • 13:34 Uhr

Neun Bundesländer sind am Wochenende in den Sommerferien. Auf den Autobahnen droht Stau, auch durch zahlreiche Baustellen und Hitzeschäden. Doch es gibt Möglichkeiten, dem kompletten Stillstand auszuweichen.

Der Beginn der Sommerferien im Osten und Norden Deutschlands könnte für Autofahrerinnen und Autofahrer an diesem Wochenende zur Geduldsprobe werden. Der Automobilclub ADAC warnt vor einer erhöhten Staugefahr auf den Autobahnen.

Als besonders belastete Staustrecken zählt der ADAC 28 Autobahnen auf: unter anderem die A1 von Köln bis Fehmarn, die A7 von Füssen bis Flensburg, den Berliner Ring (A10 bis A12), die A95 im Süden (München bis Garmisch-Partenkirchen), den Autobahnring München (A99) sowie die A4 und die A9 in Sachsen. Betroffen sei hier vor allem das Hermsdorfer Kreuz. Auch am Erfurter Kreuz könne es zu Verzögerungen kommen.

Auch im Ausland gebe es zahlreiche Staustrecken wie etwa die Tauern- und die Inntalautobahn in Österreich und die Brennerroute Richtung Italien. „Fast jede Urlaubsfahrt endet im Stau“, so der ADAC.

Am besten zu Wochenbeginn losfahren

Eine besonders hohe Staugefahr erwartet der ADAC am Freitagnachmittag sowie am Samstagvormittag und Sonntagnachmittag. Wer flexibel ist, sollte auf ruhigere Tage ausweichen, rät der Autoclub. Als entspannte Reisetage eignen sich demnach besonders der Montag und der Dienstag außerhalb des Berufsverkehrs. Der größte Urlaubsverkehr sei dann meist schon vorüber.

Der ADAC empfiehlt außerdem, die Mittagshitze zu meiden und frühmorgens oder abends loszufahren. Im Allgemeinen sollte man sich vor der Abfahrt über die Verkehrssituation informieren und Alternativrouten bereithalten.

Baustellen und Hitzeschäden bremsen zusätzlich aus

Neben den vielen Urlaubsreisenden selbst sorgen auch Baustellen dafür, dass es stellenweise wohl nur zäh vorangehen wird. Aktuell gibt es den Angaben zufolge rund 1.000 Baustellen auf Deutschlands Autobahnen.

So ist zum Beispiel die A1 in Hamburg zwischen Stillhorn und Harburg am kommenden Wochenende wegen Brückenbauarbeiten nicht befahrbar. Und auf der A2 ist das Kamener Kreuz in Fahrtrichtung Hannover dicht.

Darüber hinaus hat die extreme Hitze am vergangenen Wochenende auf mehreren Strecken Fahrbahnschäden – so genannte Blow-ups – hinterlassen. Dabei heizt sich der Beton so sehr auf, dass er sich ausdehnt und schließlich aufplatzt.

In Brandenburg wird die Autobahn 10 am Wochenende zwischen den Anschlussstellen Potsdam-Nord und Spandau für die Reparatur dieser Schäden voll gesperrt. Auch die A2 und die A14 in Sachsen-Anhalt waren betroffen. Dort sollte der Verkehr laut Autobahn GmbH des Bundes am Donnerstag wieder rollen.

Wann und wo die Ferien beginnen

Hessen, das Saarland und Rheinland-Pfalz haben den Anfang gemacht – dort laufen die Sommerferien bereits seit dem 29. Juni. Niedersachsen und Bremen hatten am Mittwoch den letzten Schultag. Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Schleswig-Holstein folgen am Freitag.

Hamburg, Brandenburg und Berlin starten am Donnerstag, den 9. Juli in die Ferien, Mecklenburg-Vorpommern am darauffolgenden Montag und Nordrhein-Westfalen am 20. Juli. Als letzte Bundesländer folgen Baden-Württemberg am 30. Juli und Bayern am 3. August.

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