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WM-Kampf mit „Geldmaschinen“: Formel-1-Schwergewichte liefern sich gnadenloses Wettrüsten

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 2, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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WM-Kampf mit „Geldmaschinen“

Formel-1-Schwergewichte liefern sich gnadenloses Wettrüsten

02.07.2026 | 14:14 Uhr

In der Formel 1 bricht eine entscheidende Phase an – auch abseits der Pisten. Mit teuren Upgrades wollen die Teams die entscheidenden Zehntel finden. Und wie immer gehören Vorwürfe zum Geschäft.

Als acht knallrote LKW mit dem berühmten schwarzen Pferd in Silverstone anrollten, dürfte sich Toto Wolff verwundert die Augen gerieben haben. Zum Großen Preis von Großbritannien (LIVE bei RTL und Sky sowie im ntv.de-Liveticker) liefert Ferrari neue Teile für den SF-26 – schon wieder. „Wir sind etwas überrascht, dass Ferrari diese riesigen Updates so schnell am Auto vornehmen kann“, hatte Wolff schon in Österreich mit Bedenken gesagt: „Meiner Meinung nach müsste ihnen bald das Geld bei der Kostenobergrenze ausgehen, denn wir können uns so etwas nicht leisten.“

Das Titelrennen der Formel 1 tobt derzeit nicht nur auf der Strecke, sondern auch in den Fabriken. „Wir befinden uns in einem engen Entwicklungskampf“, sagt der Mercedes-Teamchef. Die Silberpfeile duellieren sich vor allem mit Ferrari, aber auch mit McLaren und Red Bull um technischen Fortschritt, das Wettrüsten um das beste Auto läuft auf Hochtouren. „Die Formel 1 arbeitet 2026 auf einem Niveau, das es so noch nie gab“, sagt McLaren-Teamchef Andrea Stella. Der einzige Weg, um konkurrenzfähig zu bleiben sei: „Die Entwicklungsintensität zu erhöhen und effektiver zu liefern.“

Viel Abwechslung an der Formel-1-Spitze

Doch seit 2021 sind die Budgets der Teams eigentlich gedeckelt. Die Kostenobergrenze regelt die Ausgaben eines Teams, die in direktem Zusammenhang mit der Leistung des Rennwagens stehen – darunter auch Forschung und Entwicklung. 2026 dürfen Teams maximal 215 Millionen US-Dollar für derartige Zwecke verwenden. Zurückstecken will im Entwicklungsrennen dennoch niemand – vor allem nicht Ferrari. Tatsächlich hat der italienische Traditionsrennstall gemeinsam mit Red Bull bislang die meisten Updates gebracht. Allein die Anzahl ist für den Umfang und die Kosten der Updates aber nicht entscheidend. Dass Mercedes allerdings nur etwas halb so viele Updates umgesetzt hat, zeigt dennoch eine klare Tendenz.

„Das Feld liegt zu eng beisammen, die Rangfolge ändert sich zu schnell, und was in der einen Woche konkurrenzfähig aussah, kann in der nächsten ganz anders wirken“, sagt Wolff: „Das ist die aktuelle Realität in der Formel 1.“ Das Ergebnis ist ein offener Wettlauf mit zuletzt großer Abwechslung an der Spitze: Drei verschiedene Sieger, vier Teams und sechs Fahrer auf den Podien haben die Rennen in Monaco, Barcelona und Spielberg hervorgebracht.

Die Teams hinter der Spitze können dabei nur staunend zusehen, was die großen Teams abliefern. „Sie müssen Geldmaschinen in den Untergeschossen ihrer Fabriken haben“, vermutete Aston-Martin-Pilot Fernando Alonso bereits. Leere Kassen sucht man derzeit zumindest vergebens. „Das ist jetzt gerade mal der Beginn des Kampfes“, prognostizierte Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies. Die nächsten LKW sind schon unterwegs.

Verwendete Quellen: ntv.de, mar/sid

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