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Startseite»Nachrichten»Sorgen vor überhitztem Boom: Preisanstieg bei Chips verhilft Samsung zu Rekordgewinn
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Sorgen vor überhitztem Boom: Preisanstieg bei Chips verhilft Samsung zu Rekordgewinn

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 7, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Sorgen vor überhitztem BoomPreisanstieg bei Chips verhilft Samsung zu Rekordgewinn

Hätte Samsung wegen einer Tarifeinigung nicht viel Geld zurückstellen müssen, wäre der operative Gewinn noch deutlich höher ausgefallen. (Foto: picture alliance / YONHAPNEWS AGENCY)

KI-Fantasien treiben derzeit Techwerte an den Börsen weltweit. Davon kann auch Samsung profitieren – und wie. Der Konzern erzielt mit umgerechnet 55 Milliarden Euro seinen bisher höchsten operativen Quartalsgewinn. Allerdings bleiben Zweifel, ob dieser Trend nachhaltig ist.

Anhaltend rasant steigende Preise für Speicherchips haben Samsung zu einem operativen Rekordgewinn verholfen, der die Gewinne der vergangenen drei Jahre zusammen übertrifft. Dennoch brach die Aktie ein, da die Ergebnisse die Sorgen über die Nachhaltigkeit des KI-getriebenen Chip-Booms nicht zerstreuen konnten. Der gemessen am Umsatz weltgrößte Speicherchip-Hersteller teilte mit, der operative Gewinn sei im zweiten Quartal auf 89,4 Billionen Won (umgerechnet rund 55 Milliarden Euro) gestiegen.

Der Gewinn übertraf damit die Analystenschätzung von 87,3 Billionen Won. Im Vorjahreszeitraum war das Ergebnis wegen eines schleppenden Absatzes um 56 Prozent auf 4,7 Billionen Won eingebrochen. Der Umsatz stieg nun um 129 Prozent auf 171 Billionen Won. Der kräftige Gewinnanstieg gelang trotz Rückstellungen für hohe Mitarbeiter-Boni. Ohne diese Rückstellungen, die auf eine Tarifeinigung vom Mai zurückgehen, hätte der operative Gewinn Analysten zufolge bei über 100 Billionen Won gelegen.

Samsung profitiert von der explodierenden Nachfrage nach Speicherchips. Durch den weltweiten Bauboom bei Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) kann die Branche den Bedarf derzeit nicht decken. Die Nachfrage erstreckt sich dabei über Hochleistungsspeicher (HBM) hinaus auch auf herkömmliche DRAM- und NAND-Produkte, was die Preise weiter antreibt. Vor einigen Wochen hatte Samsung als weltweit erstes Unternehmen erste Testexemplare der neuesten HBM-Generation an Kunden ausgeliefert.

Der Kurssturz der Aktie um bis zu 7,9 Prozent spiegelt jedoch die Sorgen der Anleger wider. „Investoren bleiben besorgt über die Nachhaltigkeit des KI-Booms und das Risiko verlangsamter Investitionen in die KI-Infrastruktur durch große US-Technologiefirmen“, sagte Albert Yong, geschäftsführender Partner bei Petra Capital Management. Als größtes Risiko für den Speicher-Boom wird eine Verlangsamung der Investitionen gesehen, etwa durch Verzögerungen beim Bau von Rechenzentren in den USA. Detaillierte Geschäftszahlen will Samsung am 30. Juli vorlegen.

Quelle: ntv.de, als/rts

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