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Startseite»Nachrichten»Nach Berichten zum Präsidentenflugzeug – Trump zerrt Journalisten vor Gericht
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Nach Berichten zum Präsidentenflugzeug – Trump zerrt Journalisten vor Gericht

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 11, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Zensur der unabhängigen Medien?Journalisten kriegen nach Berichten über Air Force One Ärger mit Justiz

Die geschenkte Luxus-Maschine des Emirats Katar war vor der Inbetriebnahme durch Trump nach seinen Worten sicherheitstechnisch „auf präsidiales Niveau“ aufgerüstet worden. (Foto: Getty Images)

Ob Donald Trumps „fliegendes Weißes Haus“ wirklich so sicher ist? Journalisten der „New York Times“ zweifelten daran, nachdem er auf dem Rückflug vom Nato-Gipfel in der alten Präsidentenmaschine saß. Nun wurden sie von der Staatsanwaltschaft vorgeladen.

Nach Berichterstattung über angebliche Sicherheitsbedenken bei der neuen Präsidentenmaschine von Donald Trump haben mehrere „New York Times“-Journalisten nach Angaben der Zeitung Vorladungen der Bundesstaatsanwaltschaft in Manhattan erhalten. Die Reporter sollen demnach kommende Woche vor einer Grand Jury aussagen. In den Vorladungen werde als Begründung lediglich ein nicht näher ausgeführter mutmaßlicher Verstoß gegen Bundesstrafrecht genannt.

Der „New York Times“ zufolge erhielten die Reporter die Vorladungen am Freitag. Teilweise seien sie von Bundesbeamten persönlich an den Wohnsitzen zugestellt worden.

Vorgehen „sollte das Gewissen jedes Amerikaners erschüttern“

Die Zeitung bezeichnete das Vorgehen als Einschüchterungsversuch gegen unabhängige Medien. „Das Erscheinen von Bundesbeamten vor der Haustür von Nachrichtenreportern sollte das Gewissen jedes Amerikaners erschüttern, der an die Verfassung und die von ihr geschützte Pressefreiheit glaubt“, erklärte der Anwalt der Zeitung, David McCraw, in dem Bericht.

Die vier Journalisten hatten in dieser Woche unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet, Trump habe auf Anraten des Secret Service aus Sicherheitsgründen den Flug vom Nato-Gipfel in der Türkei zum britischen Luftwaffenstützpunkt Mildenhall mit der alten Air Force One absolviert.

Dort stieg er in die neue, von Katar geschenkte Maschine um. Das Emirat hatte dem US-Präsidenten im Mai 2025 eine Boeing 747 geschenkt. Von Anfang an hatte es Sicherheitsbedenken gegeben, weil Katar in der Vergangenheit islamistische Gruppen wie die Hamas unterstützte. Die Opposition warf Trump zudem Bestechlichkeit vor und nannte das Geschenk „blanke Korruption“.

Flugzeug sei sicherheitstechnisch „auf präsidialem Niveau“

Der Präsident wischte die Kritik jedoch zur Seite und bezeichnete die Maschine als „fliegendes Weißes Haus“ und als „das luxuriöseste Flugzeug der Welt“. Vor der Inbetriebnahme durch Trump war der Flieger nach seinen Worten sicherheitstechnisch „auf präsidiales Niveau“ aufgerüstet worden.

In Ankara hatte Trump selbst Spekulationen über die Sicherheit des neuen Jumbojets angeheizt. Auf die Frage, warum er nicht mit der neuen Maschine abreise, hatte er geantwortet, er sei die „Nummer 1 auf der Todesliste des Iran“.

Trump geht verstärkt gegen unabhängige Medien vor

In einem weiteren Bericht schrieb die Zeitung, die neue Maschine verfüge bislang nicht über sämtliche Sicherheits- und Abwehrsysteme des bisherigen Präsidentenflugzeugs. Die Regierung und Trump selbst bestritten aber, dass Sicherheitsbedenken der Grund für den Flugzeugwechsel gewesen seien. Trump erklärte mehrfach, der Zwischenstopp habe dazu gedient, Militärangehörigen die neue Maschine zu zeigen.

Trump geht seit Beginn seiner zweiten Amtszeit verstärkt gegen Medien vor. Das Justizministerium hatte bereits in diesem Jahr versucht, Aussagen von Journalisten des „Wall Street Journal“ und der „Washington Post“ in Ermittlungen zu Enthüllungen zu erzwingen. Nach juristischem Widerstand der Medienhäuser wurden diese Vorladungen später zurückgezogen.

Quelle: ntv.de, kaz/dpa/AFP

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