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Startseite»Nachrichten»Im Wimbledon-Finale: Untergegangener Djokovic warnt Zverev vor „unberechenbarem“ Sinner
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Im Wimbledon-Finale: Untergegangener Djokovic warnt Zverev vor „unberechenbarem“ Sinner

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 12, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Im Wimbledon-Finale

Untergegangener Djokovic warnt Zverev vor „unberechenbarem“ Sinner

11.07.2026 | 15:14 Uhr

Alexander Zverev geht mit viel Selbstvertrauen ins Wimbledon-Finale gegen Topfavorit Jannik Sinner. Grand-Slam-Rekordchampion Novak Djokovic, jüngstes Opfer Sinners, warnt den Deutschen aber, was da auf ihn zukommt.

4:6, 4:6, 4:6 – Novak Djokovic hatte im Halbfinale der All England Championships gegen den Weltranglisten-Ersten Jannik Sinner keine Chance. Einen „guten, alten Blow Out“ habe er kassiert, bekannte der Grand-Slam-Rekordsieger nach der glatten Dreisatzniederlage. Übersetzt heißt das: Sinner fegte den Serben schlicht und einfach vom „Heiligen Rasen“.

„Es gab nicht viel, was ich hätte tun können“, sagte Djokovic ernüchtert. Das Finale, der Traum von der fünften Wimbledon-Krone – für den Altmeister war das nie wirklich greifbar. „Ich kam einfach bei jedem Schlag einen halben Schritt zu spät. So einfach ist das. Er war ein oder mehr Level besser als ich“, lobte der Serbe den übermächtigen Sinner: „Er war einfach der bessere Spieler.“

Hat Alexander Zverev am Sonntag gegen Sinner mehr zu melden? Der Deutsche geht selbstbewusst und befreit ins Endspiel an der Church Road. Sein Triumph bei den French Open hat ihn von dem jahrelangen Dauerdruck befreit, endlich den ersten Major gewinnen zu müssen. „Ich bleibe konzentriert. Ich bleibe hungrig. Ich will mehr“, sagte der Hamburger vor dem Titel-Showdown. „Ich möchte weiterhin auf höchstem Niveau spielen und weiter gewinnen.“ Im Halbfinale brachte Zverev sein Niveau eindrucksvoll auf den Rasen, beendete beim 7:6, 6:2, 6:4 gnadenlos das Wimbledon-Märchen des britischen Publikumshelden Arthur Fery.

Sinner: Was mit Zverev war, zählt nicht mehr

Die Statistik spricht klar für Sinner. Der Italiener hat die letzten neun Matches gegen Zverev allesamt gewonnen, sieht darin aber keinen Vorteil. „Was auch immer in der Vergangenheit zwischen ihm und mir passiert ist, ist passiert. In der Zwischenzeit hat er in Paris einen Grand-Slam-Titel gewonnen, was ihm viel Selbstvertrauen gegeben hat. Wir können sehen, auf welchem Niveau er hier spielt.“

Sein Top-Level hat allerdings auch Sinner nach einem rumpeligen Start in London mittlerweile (annähernd) erreicht. Nach seinem dramatischen Aus von Paris brennt er auf die Krone beim bedeutendsten Grand-Slam-Turnier des Jahres. Djokovic bekam das zu spüren. Der 37-Jährige schilderte nach seiner Halbfinalpleite beeindruckt, was Sinner auf Rasen so stark macht – und wovor Zverev sich hüten muss.

„Es ist ein sehr unberechenbarer Aufschlag mit großartiger Variation und großartiger Balance. Er nutzt seine Größe extrem gut, auch beim zweiten Aufschlag. Er hat viel Rotation, kann aber auch auf Speed gehen und macht nur wenige Doppelfehler. Das ist einfach super solide. Und er lässt sehr aggressive erste Schläge folgen. Wenn der Return zu kurz kommt, ist man sofort in der Defensive“, lobte Djokovic das Service-Spiel Sinners. Der gewann 88 Prozent der Punkte, wenn sein erster Aufschlag saß. Djokovic, einer der besten Return-Spieler der Tennis-Geschichte, erarbeitete sich gerade einmal eine Break-Chance. Auf Zverev wartet eine Mammutaufgabe.

Verwendete Quellen: ntv.de, mar

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