Nahe einer Synagoge in Frankreich hat die Polizei ein verdächtiges Auto untersucht. In dem Fahrzeug wurden unter anderem ein Maschinengewehr gefunden. Jetzt laufen Terrorermittlungen. Offenbar gab es Hinweise auf eine islamistische Attacke.
In dem französischen Ort Sarcelles ist in einem Auto unweit einer Synagoge nach Behördenangaben eine „Kriegswaffe“ gefunden worden. Die Anti-Terrorstaatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung ein. In dem verdächtigen Wagen, der sich „in unmittelbarer Nähe“ eines Kinos und 500 Meter von einer Synagoge entfernt befand, wurden ein Maschinengewehr vom Typ Kalaschnikow mit mehreren Magazinen sowie eine Pistole entdeckt, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.
Sarcelles liegt nördlich von Paris und hat eine große jüdische Gemeinde. Die Polizei richtete eine Sicherheitszone ein – etwa 300 Menschen wurden evakuiert. Sie mussten etwa ein Kino und Restaurants verlassen.
Das gefundene Fahrzeug stellte sich als gestohlen heraus; außerdem seien die Kennzeichen teilweise abgelöst gewesen. Die Behörden seien auf eine mögliche islamistische Terrorattacke auf eine Synagoge hingewiesen worden.
Hinweis auf islamistische Terrorattacke
Zuvor hätten die Behörden einen Hinweis auf eine mögliche islamistische Terrorattacke auf eine Synagoge in Sarcelles erhalten und nach dem Auto gesucht, hieß es in der Mitteilung der Anti-Terrorstaatsanwaltschaft.
„Wir kennen die Motive noch nicht“, sagte der französische Innenminister Laurent Nuñez dem Sender BFMTV. Auch die verantwortlichen Personen seien noch nicht identifiziert. Die Ermittlungen liefen, so der Minister.
