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Politik

Unklarheit über Status der Straße von Hormus und gegenseitige Angriffe

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 12, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 12.07.2026 • 21:01 Uhr

Trotz gegenseitigen Angriffe hat US-Präsident Trump die Straße von Hormus für offen erklärt – entgegen der iranischen Darstellung. Die Führung in Teheran betonte, für sie sei die Meerenge strategisch „wichtiger als Atombomben“.

US-Präsident Donald Trump hat die Straße von Hormus entgegen iranischer Aussagen als offen für den Schiffsverkehr erklärt. „Sie ist offen“, sagte er in der NBC-Sendung „Meet the Press“. Auch das für die Region zuständige US-Regionalkommando Centcom erklärte in einem Post auf der Plattform X, die für den Handel wichtige Meerenge bleibe eine internationale Wasserstraße, die Iran nicht kontrolliere.

Iran sieht das anders. Die Iranischen Revolutionsgarden hatten nach den erneuten Angriffen des US-Militärs erklärt, dass die Meerenge bis auf weiteres geschlossen sei – und zwar bis zum Ende der Bombardierungen. Die Durchfahrt sei verboten.

Gegenseitige Angriffe über den Tag

Die iranische Führung hatte zuletzt außerdem erneut die immense strategische Bedeutung der Straße von Hormus betont. Sie sei „wichtiger als Dutzende von Atombomben, und die Islamische Republik Iran wird sie schützen“, sagte Mohsen Resai nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Isna. Resai ist Militärberater des obersten iranischen Führers Modschtaba Chamenei.

Auf die jüngsten Angriffe des US-Militärs, die rund 140 iranische Militärziele entlang der iranischen Südküste getroffen haben sollen, reagierte Iran seinerseits mit Angriffen auf Bahrain, Kuwait, Katar, die Vereinten Arabischen Emirate und Oman. Dort hatte sich der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erst gestern mit seinem omanischen Amtskollegen getroffen, um über die Straße von Hormus zu sprechen – allerdings ohne Durchbruch.

Straße von Hormus bleibt Knackpunkt

Immer wieder geht es um die Straße von Hormus, auch bei den direkten Verhandlungen zwischen Teheran und Washington war sie ein zentraler Knackpunkt. In dem Rahmenabkommen, auf das sich die beiden Parteien Mitte Juni geeinigt hatten, blieb dieser Punkt jedoch recht unpräzise. Darin hieß es lediglich, Iran solle nach Unterzeichnung der Absichtserklärung „sofortige Schritte“ unternehmen, damit sich der Verkehr von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus in beide Richtungen innerhalb von 30 Tagen auf ein Niveau vor Kriegsbeginn normalisiere. Innerhalb von 60 Tagen sollte dann ein endgültiger Deal ausgehandelt werden.

Trump hatte dieses Rahmenabkommen allerdings aufgekündigt und dies mit einer Verletzung der Abmachung begründet. Die neuen US-Angriffe auf Iran seien Vergeltung für iranische Attacken auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus, so Trump.

Konfliktparteien als Quelle

Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der Konfliktparteien können nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.

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