In mehreren Bundesländern kämpft die Feuerwehr gegen Brände – teilweise führen wenige Funken bei der Ernte zu Großeinsätzen. Auch in Wäldern ist wegen der Trockenheit besondere Vorsicht geboten.
Sommerliche Hitze – das bedeutet oft viel Arbeit für die Feuerwehren. Denn ausgetrocknete Wälder und Felder geraten schnell in Brand. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) verzeichnet für mehrere Regionen die höchste Warnstufe.
Aktuell sind Feuerwehren in mehreren Bundesländern im Einsatz – etwa in Brandenburg. Dort melden fast alle Regionalleitstellen der Feuerwehr Brandeinsätze. Zuletzt stieg die Waldbrandgefahr, teilweise gilt die höchste Gefahrenstufe.
Der Waldbrandschutzbeauftragte Raimund Engel warnte im rbb vor Feldbränden. Sie entstehen oft bei Ernetearbeiten – etwa dann, wenn ein Stein im Mähwerk landet und sich Funken bilden.
Bei Erntearbeiten im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz fing eine Maschine Feuer, die Flammen griffen auf das Feld über. Die Feuerwehr verhinderte, dass sich die Flammen weiter ausbreiten konnten.
Feldbrand bei Neubrandenburg gelöscht
Bei Staven in der Nähe von Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern konnten etwa 100 Feuerwehrleute ein brennendes Feld löschen. Mehrere Anwohner mussten vorsorglich ihre Häuser verlassen.
Vier Feuerwehrleute wurden verletzt, zwei von ihnen mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Zwei weitere Angehörige der Feuerwehr sowie zwei Anwohner wurden ambulant behandelt.
Auch in Schleswig-Holstein beschäftigen mehrere Brände die Feuerwehren – zum Beispiel in Bad Schwartau. Dort brach ein Feuer in der Nähe des Stadtgebietes aus.
In Niedersachsen geriet ein bereits abgeerntetes Feld in Brand. Die Flammen bedrohten eine Wohnsiedlung im Landkreis Cloppenburg. Laut DWD steigt die Waldbrandgefahr in Niedersachsen bis zur Wochenmitte weiter.
Warnung vor Funken im Wald
Auch in anderen Teilen Deutschlands wie in Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt steigt die Gefahr von Waldbränden.
Die bayerische Forstministerin Michaela Kaniber rief alle Waldbesucher dazu auf, weiterhin besonders achtsam zu sein, kein Feuer im Wald und in Waldnähe zu machen, dort nicht zu grillen oder gar Feuerwerkskörper zu zünden und das Rauchverbot einzuhalten. „Ein Funke kann reichen“, erklärte Kaniber.
