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Startseite»Nachrichten»Alternative zum Polo?: Volkswagens SUV ID.Cross hat Weltpremiere – bodenständig und farbenfroh
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Alternative zum Polo?: Volkswagens SUV ID.Cross hat Weltpremiere – bodenständig und farbenfroh

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 15, 2026Keine Kommentare4 Minuten Lesezeit
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Alternative zum Polo?Volkswagens SUV ID.Cross hat Weltpremiere – bodenständig und farbenfroh

15.07.2026, 12:12 Uhr Von Patrick Broich, Hamburg
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Obwohl der Volkswagen ID.Cross ein Kleinwagen ist, tritt er optisch markant bullig auf. (Foto: VW)

Mit dem ID.Cross wirft Volkswagen das nächste rein elektrisch angetriebene Volumenmodell auf den Markt. Und das kleine SUV ist nicht nur erschwinglich, sondern auch als Erstauto tauglich. ntv.de hat bereits in dem Allrounder gesessen.

Der Umstand, dass Autos immer größer werden, führt unweigerlich dazu, dass man sich als Autokäufer ruhig Gedanken über einen Segmentwechsel machen darf. Auch wenn früher aus der schwäbischen Ecke mal behauptet wurde, dass die Menschen immer größer würden und die Autos daher mitwachsen müssten, dürfte man für sich selbst schließlich die Gewissheit haben, mit dem Alter eher wieder kleiner zu werden.

Also kurz einen Blick auf die Abmessungen des VW ID.Cross geworfen: Dieser Kleinwagen (nicht Kompaktklasse!) misst 4,16 Meter in der Länge und weist 2,60 Meter Radstand auf. Ein kompakter Tiguan der ersten Generation dagegen aus dem Jahr 2007 ist mit 4,43 Metern zwar größer, aber teilt sich mit dem ein Segment niedriger positionierten E-Auto exakt das gleiche Radstand-Maß – das spricht für gutes Packaging und somit für ausgezeichnete Raumverhältnisse.

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Klarer könnte man einen Innenraum nicht zeichnen. Erstaunlich gut sind Bedienerfreundlichkeit und Verarbeitung. (Foto: Volkswagen)

Demnach fällt die Sitzprobe vor allem in der zweiten Reihe überraschend aus, und zwar mit ziemlich viel Beinfreiheit. Auch über den Köpfen der Passagiere geht es luftig zu dank 1,58 Metern Fahrzeughöhe – der ID.Cross ist eben schon ein waschechtes SUV, wenn auch in Miniatur-Ausführung.

In puncto Formensprache bedient er sich allerdings der Polo-Basis, was nicht schlecht ist. Zu den Hinguckern gehören zweifellos die prägnanten 3D-Rückleuchten. Beleuchtete Querspangen vorn und hinten plus illuminierte Logos sind so die Zeitgeist-Gimmicks und sehen auch ganz cool aus. Ob der ID.Cross als Zitat aus der historischen Bulli-Welt Rippen im Bereich der C-Säule braucht, darüber kann man natürlich streiten.

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Ein bisschen an den ID.Polo soll der ID.Cross natürlich erinnern. Aber die Rippen in der C-Säule? Sind irgendwie Spielerei. (Foto: Volkswagen)

Dass er Features aus höheren Segmenten braucht, ist jedoch ausgemachte Sache angesichts des Wettbewerbs. Dazu zählen beispielsweise LED-Matrix-Scheinwerfer, Massagesitze mit elektrischer Verstellung, Panorama-Glasdach, ein fetziges Soundsystem sowie ein aktiver Tempomat mit Querführung plus neuerdings Ampelerkennung. Aber dann wird das natürlich nichts mehr mit dem Einstiegspreis von 28.000 Euro.

Ladezeit kann sich sehen lassen

Schon eher nach Basis hingegen riechen Zahlen wie 37-kWh-Batterie (LFP) und 116 PS Motorleistung. Die sollten dem Fronttriebler genügen, zumal in diesem Segment vermutlich eh nicht wirklich Strecke gemacht wird – und für urbane Gefilde oder ländliche Randbereiche langt der Basisantrieb.

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Praktisch ist, dass der Ladeport vorn angebracht wurde. (Foto: Volkswagen)

Und wenn man doch mal länger unterwegs ist? Dann bitte nicht das Augenmerk auf 90 kW Ladeleistung richten, sondern auf die Ladezeit von 10 bis 80 Prozent. Die beziffert das Werk nämlich mit 23 Minuten dank entsprechendem Plateau in der Ladekurve. Beim größeren NMC-Akku mit 52 kWh dauert der gleiche Hub bei 105 kW Peak-Ladeleistung bloß eine Minute länger laut Hersteller. Als gemittelte WLTP-Reichweite nennen die Wolfsburger 316 respektive 436 Kilometer als vorläufige Hausnummern.

Und die inneren Werte? Genauso aufgeräumt wie das Außendesign fällt die Innenarchitektur aus: ziemlich clean nämlich und obendrein auch noch qualitativ fein. Und hinter der Idee dieses klaren Baustils steckt überdies ein praxisrelevantes Kalkül. Man hat eben aus der Kritik an der Bedienerfreundlichkeit gelernt. Nicht nur, dass das Lenkrad wieder mit gut klickenden physischen Tasten bestückt ist. Auch in der Mittelkonsole hocken jetzt mechanische Drücker für die Steuerung der Klimaautomatik. Und einen klassischen Lautstärke-Drehregler gibt es auch.

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Auf einen Frunk mit 25 Litern haben die Volkswagen-Ingenieure praktischerweise nicht verzichtet. (Foto: Volkswagen)

Obendrauf kommt die Möglichkeit, sämtliche Fahrdaten über die Retro-Grafik zu kommunizieren. Dieses Feature hat beim ID.Polo schon polarisiert, ist aber ziemlich cool. Ebenso wie eine dezente, aber ähnlich farbenfrohe Ambientebeleuchtung wie die Lackpalette und eine Bespannung der Türbeläge mit einem stylishen Stoff.

Ein großer, zentraler Touchscreen ist freilich ebenso am Start – solche Features gehören zum Rüstzeug, das vor allem Digital Natives heute so erwarten. Darüber hinaus verkörpert der ID.Cross auch eine praktische Note mit 475 Litern Gepäckraumvolumen und mehreren Ebenen im Kofferraum, um das Ladegut wohlsortiert mitzuführen. ID.Cross als Familienkutsche? Kann man machen.

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Der fetzt auch mal einen Kasten Bier weg. Mit dieser Kofferraumgröße können selbst vierköpfige Familien auf dem Weg in den Urlaub leben. (Foto: Volkswagen)

Wer sich mit dem Grundmodell nicht zufriedengeben möchte, bekommt optional weitere Leistungsstufen mit 135, 211 PS oder sogar 226 PS. Letztere beide Ausgaben hängen zwingend mit dem größeren Stromspeicher zusammen. Noch dieses Jahr möchte Volkswagen den ID.Cross dem ID.Polo ergänzend zur Seite stellen. Immerhin ist der SUV-Hunger unter der Autokundschaft nach wie vor groß. Dass dieser praktische Elektro-Kleinwagen hierzulande ein Quotenbringer für die Elektromobilität sein dürfte, ist angesichts des Gesamtpakets zu erwarten.

Quelle: ntv.de

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