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Startseite»Betrugsmaschen»Deepfakes entlarven: Politiker lügen mit KI-Videos!
Betrugsmaschen

Deepfakes entlarven: Politiker lügen mit KI-Videos!

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 15, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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→Wie lassen sich Deepfake-Videos und Stimmen erkennen? Antworten finden Sie im Leitfaden Deepfakes.

Das Video zeigt eine bekannte Politikerin am Rednerpult. Die Lippen bewegen sich synchron, die Stimme klingt echt, die Kulisse stimmt. Der Satz, den sie sagt, ist ungeheuerlich. Empörung in den Kommentaren, zehntausendfach geteilt, und in jeder Kommentarspalte derselbe Tenor: „Die sagen es ja selbst!“

Nur: Gesagt hat sie den Satz nie. Das Video ist eine KI-Fälschung.

Solche Deepfakes prüfen wir bei Mimikama laufend (HIER und HIER), quer durch alle politischen Lager. Mal wird einer Politikerin eine absurde Forderung untergeschoben, mal einem Politiker ein Zitat, das perfekt ins Feindbild passt. Dazu kommen die einfacheren Verwandten des Deepfakes: erfundene Zitate auf Bildkacheln, echte Aussagen, die so verkürzt werden, bis sie das Gegenteil bedeuten, und KI-Bilder, die Politiker in Situationen zeigen, die nie stattgefunden haben.

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Das Muster dahinter ist immer dasselbe, und es ist wichtig, es zu verstehen: Diese Fälschungen wollen dich selten von etwas Neuem überzeugen. Sie wollen bestätigen, was du ohnehin schon vermutest. Wer eine Partei für abgehoben hält, bekommt das Video, das es beweist. Wer einer Politikerin alles zutraut, bekommt das Zitat, das es belegt. Deshalb werden Deepfakes so bereitwillig geteilt: Sie fühlen sich nicht wie eine Information an, sondern wie eine Genugtuung.

Mimikama-Club - Communitybereich fuer Steady-Unterstuetzer:innen

Genau da liegt die Gefahr für die Demokratie, und zwar doppelt. Zum einen entscheiden Menschen auf Basis von Aussagen, die nie gefallen sind, über Parteien und Personen. Zum anderen entsteht ein zweiter, leiserer Schaden: Wenn jedes Video gefälscht sein kann, kann auch jedes echte Video als Fälschung abgetan werden. Politiker können künftig alles abstreiten, denn „das ist bestimmt KI“. Die Fälschung zerstört nicht nur die Wahrheit im Einzelfall. Sie zerstört die Beweiskraft von Bildern insgesamt.

So gehst du mit politischen Videos und Zitaten um: Misstraue besonders dem, was dich besonders bestätigt, denn genau dafür wurde es gebaut. Suche das Originalvideo: Von echten Reden gibt es immer mehrere Quellen, Mitschnitte von Sendern, Parlamentsprotokolle, Berichte. Existiert nur dieser eine Clip aus einer anonymen Quelle, ist das ein Alarmsignal. Prüfe bei Zitat-Kacheln, ob eine seriöse Quelle mit Datum und Zusammenhang genannt wird. Und achte bei Videos auf die typischen KI-Spuren: seltsame Übergänge an Haaren und Händen, unnatürliches Blinzeln, ein Ton, der minimal neben den Lippen liegt.

Wir prüfen solche Inhalte, bevor sie Meinungen verschieben. Wenn dir das etwas wert ist: Ein Euro genügt. mimikama.org/1eurodemokratie

Eine Lüge braucht Sekunden. Die Wahrheit braucht dich.

Hilde O in einer lebhaften Diskussion über Online-Sicherheit.

Hilde Ollig

Hilde Ollig ist Rechercheurin bei Mimikama, Österreichs
führender Faktencheck-Organisation. Sie ist spezialisiert
auf die Überprüfung von Behauptungen in sozialen Medien
und unterstützt das Redaktionsteam mit akribischer
Quellenarbeit bei der Aufklärung über Internetmissbrauch.

Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)

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Dr. Heinrich Krämer
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