Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut mit ballistischen Raketen angegriffen. Laut Bürgermeister Klitschko gab es mehrere Einschläge. Moskau wirft der Ukraine vor, den Chefingenieur von Saporischschja getötet zu haben.
Das russische Militär hat die Ukraine in der Nacht ein weiteres Mal angegriffen. Bürgermeister Vitali Klitschko schrieb bei Telegram, es habe Einschläge in zwei Stadtteilen der Hauptstadt Kiew gegeben: In einem Lager im Westen der Stadt und einem unbewohnten Haus in einem östlichen Stadtbezirk seien Brände ausgebrochen.
Angaben der ukrainischen Luftwaffe zufolge feuerte Russland in zwei Wellen mindestens acht Raketen auf die Millionenstadt und ihre Umgebung ab.
Rosatom: Drohne tötet Chefingenieur von AKW
Russland wirft der Ukraine wiederum vor, bei einem Drohnenangriff den Chefingenieur des besetzten Atomkraftwerks Saporischschja in der Südostukraine getötet zu haben. „Eine Drohne der ukrainischen Streitkräfte griff einen Dienstwagen des Atomkraftwerks an der Grenze zwischen dem Werksgelände des Kraftwerks und der Stadt Enerhodar an“, sagte der Chef des russischen Atomkonzerns Rosatom, Alexej Lichatschow, gemäß einer Mitteilung bei Telegram. Es sei angeblich ein zielgerichteter Angriff gewesen. Ebenso sei der Fahrer des Dienstwagens bei dem Angriff ums Leben gekommen.
Lichatschow verlangte demnach von der internationalen Atomaufsicht IAEA eine „klare Reaktion“. Die russische Führung sei informiert worden. Eine Stellungnahme der IAEA folgte später auf der Plattform X. IAEA-Chef Rafael Grossi verurteilte den Vorfall und bezeichnete ihn als „inakzeptabel“ und als Gefährdung der nuklearen Sicherheit.
Das AKW Saporischschja steht seit der Eroberung durch russische Truppen im März 2022 unter deren Kontrolle. Aus Sicherheitsgründen wurden alle Reaktoren heruntergefahren.
Konfliktparteien als Quelle
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