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Startseite»Politik»US-Militär bombadiert Iran die zehnte Nacht infolge
Politik

US-Militär bombadiert Iran die zehnte Nacht infolge

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 21, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 21.07.2026 • 06:07 Uhr

Statt Waffenruhe nun die zehnte Nacht infolge schwere Angriffe: Die USA haben in der Nacht wieder Iran bombadiert. Die Islamischen Republik griff ihrerseits Ziele in Kuwait an. Auch ein Tanker wurde getroffen.

Das US-Militär hat in der Nacht eine neue Angriffswelle gegen Iran geflogen. Die um 16.00 Uhr US-Ostküstenzeit (22.00 Uhr deutscher Zeit) begonnen Bombardements zielten darauf ab, die militärischen Mittel Irans, um Handelsschiffe in der Straße von Hormus attackieren zu können, zu schwächen. Das teilte das für die Region zuständige US-Regionalkommando CENTCOM auf der Plattform X mit.

Ziel seien militärische Einrichtungen gewesen, darunter Luftverteidigungssysteme, Kommandozentralen und Startanlagen für Drohnen und Raketen. Es war bereits die zehnte Nacht infolge mit Angriffen auf Iran.

Iran vermeldet Explosionen

Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim wurden Explosionen aus Konarak in der südöstlichen Provinz Sistan-Belutschistan und der Hafenstadt Tschahbahar am Golf vom Oman gemeldet.

Der regierungstreue Sender Press TV berichtete zudem von US-Angriffen im Gebiet der Stadt Schiras im Süden Irans. Die Nachrichtenagentur Fars meldete mehrere Explosionen im Bereich der Insel Gheschm in der Straße von Hormus sowie bei der Großstadt Bandar Abbas.

US-Stützpunkt in Kuwait angegriffen

Teheran griff unterdessen US-Verbündete im gesamten Nahen Osten an. Kuwait teilte mit, seine Luftabwehr habe anfliegende Geschosse abgefangen. „Die Bodentruppen der Armee nahmen die auf dem Stützpunkt Arifjan in Kuwait stationierten Himars-Raketensysteme der US-Terrorarmee mit Boden-Boden-Raketen ins Visier“, erklärte die Armee nach Angaben der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna.

Jordaniens Streitkräfte erklärten am Montagabend, sie hätten drei iranische Raketen abgeschossen. Es habe weder Schäden noch Verletzte gegeben.

Das Außenministerium von Bahrain verurteilte iranische Drohnenangriffe auf die Luftverkehrssysteme des Landes und erklärte, diese gefährdeten den zivilen Reiseverkehr.

Erneut Tanker beschossen

In der Straße von Hormus wurde erneut ein Tanker angegriffen. Er sei vor der Küste des Omans von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht. Der Vorfall ereignete sich demnach acht Seemeilen (knapp 15 Kilometer) nordöstlich des omanischen Ortes Limah.

Bereits zuvor waren innerhalb von 24 Stunden zwei weitere Schiffe in der strategisch wichtigen Meerenge angegriffen worden.

Das US-Militär hatte Schiffe zuletzt aufgefordert, eine Route nahe der omanischen Küste durch die Straße von Hormus zu nutzen, um iranischer Kontrolle auszuweichen. Die USA werfen Iran vor, daraufhin Schiffe angegriffen zu haben. Teheran beansprucht die Kontrolle über die strategisch wichtige Meerenge.

Trump droht mit Vergeltung

US-Präsident Donald Trump droht derweil Iran nach dem Tod weiterer US-Militärangehöriger mit massiver Vergeltung. „Jedes Mal, wenn Iran einen amerikanischen Soldaten tötet, wird er vielfach dafür bezahlen“, erklärte Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Er habe Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Daniel Caine entsprechend angewiesen, so der US-Präsident.

Die USA und Iran hatten Mitte Juni ein Rahmenabkommen vereinbart, das den Weg zur Beendigung des Krieges ebnen soll. Seit April galt zudem eine Waffenruhe, die Trump kürzlich aber für beendet erklärte. Auch Teheran fühlt sich inzwischen nicht mehr an die vorläufige Absichtserklärung gebunden.

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