Die schottische Landeshauptstadt Edinburgh hat als erste schottische Stadt eine Touristensteuer eingeführt. Von heute an müssen Besucher für Übernachtungen fünf Prozent mehr bezahlen.
Wer Edinburgh besucht und dort übernachten möchte, muss seit heute mehr bezahlen. Als erste Stadt in Schottland hat die Hauptstadt eine Touristensteuer eingeführt. Auf die Kosten von Hotel-, Bed and Breakfast- oder Airbnb-Übernachtungen werden fünf Prozent extra fällig.
Edinburgh hofft, dass die Touristensteuer jährlich bis zu 50 Millionen Pfund zusätzlich in ihre Kassen spült – umgerechnet knapp 60 Millionen Euro. Mit dem Geld sollen unter anderem neue Wohnungen gebaut, die Polizeipräsenz verstärkt und kulturelle Initiativen gefördert werden.
Mehr Touristen – mehr Kosten
Die Zahl der Touristen in der schottischen Hauptstadt war zuletzt gestiegen, teilte der Stadtrat mit. Deshalb seien auch die Kosten, um die Stadt in Stand zu halten, gewachsen. Kritiker der Steuer befürchten jedoch, dass in Folge die Zahl der Besucher sinken könnte.
Die Abgabe gilt über das ganze Jahr in gleicher Höhe, ist allerdings auf fünf Übernachtungen begrenzt. Gäste, die sich länger in der Stadt aufhalten, müssen also höchstens auf fünf Tage ihres Besuchs die Steuern zahlen.
Millionen-Publikum zu Festival erwartet
Im August finden in Edinburgh zahlreiche Veranstaltungen statt – unter anderem das Festival Fringe, die weltweit größte Kunst-und Kulturveranstaltung ihrer Art, für die jährlich mehr als zwei Millionen Tickets verkauft werden. Viele Besucher der Stadt werden die neue Abgabe erstmals zahlen müssen.
Mit Informationen von Franziska Hoppen, ARD-Studio London
