Ein Militärbündnis unter Führung von Saudi-Arabien hat im jemenitischen Hodaida Ziele der Huthi-Miliz angegriffen. Die Angriffe seien eine Vergeltung für die Attacke auf ein Schiff unter saudischer Flagge gewesen, teilte das Bündnis mit.
Nach einem Angriff auf ein Schiff im Roten Meer hat die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition nach eigenen Angaben Luftangriffe auf Ziele im Jemen geflogen. Sie macht die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz verantwortlich für die Attacke auf das unter saudi-arabischer Flagge fahrende Schiff und wirft ihr „maritimen Terrorismus“ vor.
Ziel seien „legitime militärische Ziele“ der Huthi in der jemenitischen Provinz Hudaida gewesen, die mit der Bedrohung des Schiffsverkehrs im Roten Meer in Verbindung stünden, erklärte Koalitionssprecher Turki al-Maliki auf X. Die inzwischen abgeschlossene Militäraktion sei verhältnismäßig gewesen und habe die Einsatzziele erreicht. Der Hafen von Hudaida sei nicht angegriffen worden.
Huthi nehmen saudische Handelsschiffe ins Visier
Huthi-nahe Medien hatten Luftangriffe in Hudaida gemeldet. In den Berichten hieß es, Einrichtungen der staatlichen Telekommunikationsgesellschaft in Hudaida sowie die Insel Kamaran seien getroffen worden. Andere Berichte sprachen auch von Angriffen auf den Hafen.
Zuvor war es im Roten Meer zu einem Angriff auf ein unter saudi-arabischer Flagge fahrendes Schiff gekommen. Dabei sei der Rumpf der „NCC Masa“ leicht beschädigt worden, berichtete die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf eine Quelle in der Verkehrsbehörde. Das Schiff habe seine Fahrt fortgesetzt.
Die Huthi hatten in dieser Woche eine Blockade gegen Schiffe aus Saudi-Arabien verhängt und Handelsschiffe ins Visier genommen. Nach der Sperrung der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus hat Saudi-Arabien seine Ölexporte durch die Meerenge Bab-al-Mandab umgeleitet.
