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Startseite»Nachrichten»Vorwurf der Trump-Kumpelei: IOC wiegelt bei Beschwerde über Infantino ab
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Vorwurf der Trump-Kumpelei: IOC wiegelt bei Beschwerde über Infantino ab

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 25, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Vorwurf der Trump-Kumpelei

IOC wiegelt bei Beschwerde über Infantino ab

25.07.2026 | 06:53 Uhr

Wer dem IOC angehört, ist zu politischer Neutralität verpflichtet – dies gilt also auch für FIFA-Boss Gianni Infantino. Weil er aber nach Ansicht von FairSquare zu sehr mit US-Präsident Donald Trump klüngelt, legt die Menschenrechtsorganisation Beschwerde ein. Ohne Erfolg.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die Beschwerde der britischen Menschenrechtsorganisation FairSquare gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino abgelehnt und sich für nicht zuständig erklärt. Ein IOC-Sprecher teilte mit, dass gemäß der Olympischen Charta jeder internationale Verband seine Unabhängigkeit und Autonomie in seiner Führung bewahre und sich der Anwendungsbereich des IOC-Ethikkodexes ausdrücklich auf die Beziehung des Verbandes zum IOC beziehe.

„Die IOC-Ethikkommission stellte fest, dass sich die vorliegende Beschwerde, auch in Bezug auf den FIFA-Präsidenten, ausschließlich auf die Entscheidungen des internationalen Verbandes hinsichtlich seiner Selbstverwaltung und seiner Geschäftsführung – einschließlich seiner Beziehungen zur Regierung – sowie auf die Umsetzung der Regeln seiner Sportart durch den internationalen Verband bezieht, was beides außerhalb des Anwendungsbereichs des IOC-Ethikkodexes liegt“, hieß es in der Mitteilung. „Folglich fällt die Beschwerde nicht in die Zuständigkeit der IOC-Ethikkommission. FairSquare wurde entsprechend informiert.“

FairSquare hatte Infantino vorgeworfen, wiederholt gegen die IOC-Regeln zur politischen Neutralität verstoßen zu haben. Der Hauptvorwurf: Infantino soll US-Präsident Donald Trump seine politische Unterstützung angeboten haben.

Werbung für Trump angeprangert

Insgesamt gebe es fünf eindeutige Verstöße, für die es auch „überzeugende Beweise“ gebe, teilte FairSquare mit. Hintergrund ist unter anderem die aufgehobene Sperre von US-Stürmer Folarin Balogun, der trotz seiner Roten Karte im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina nicht für das Achtelfinale gegen Belgien aussetzen musste. Das hatte für Empörung in der Fußballwelt gesorgt.

Infantino hatte seinerseits die Unabhängigkeit der zuständigen Justizorgane der FIFA hervorgehoben. Die Gremien seien unabhängig und arbeiteten autonom, schrieb er in einer Stellungnahme zum Fall Balogun. Zudem wendeten sie den FIFA-Disziplinarkodex an und träfen ihre Entscheidungen ausschließlich auf der Grundlage der geltenden Regeln und der jeweiligen Faktenlage, beteuerte Infantino. Allerdings hatte Trump die Vorfälle rund um seinen Anruf bei Infantino wegen der Roten Karte anders dastehen lassen und sich persönlich beim FIFA-Boss für die Rücknahme der Strafe bedankt.

Der FIFA-Chef soll laut FairSquare aber auch Werbung für eine Fanseite betrieben haben, die mit der Trump-Administration zusammenhängen soll. Dabei sei es um das Sammeln von Daten gegangen.

Verwendete Quellen: ntv.de, ara/dpa

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