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Startseite»Nachrichten»Erst die Presse, dann persönlich: Geschasster Staatssekretär entlarvt „Stil“ des Kanzlers
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Erst die Presse, dann persönlich: Geschasster Staatssekretär entlarvt „Stil“ des Kanzlers

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 27, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Erst die Presse, dann persönlichGeschasster Staatssekretär entlarvt „Stil“ des Kanzlers

Als Parlamentarischer Staatssekretär nahm Sorge im Bundestag regelmäßig Stellung für sein Ministerium. (Foto: picture alliance/dpa)

Der Druck auf Merz aus seiner eigenen Partei wächst. Dabei steht vor allem der Kommunikationsstil des Kanzlers im Fokus. Nach dem unglücklichen Umgang mit Verkehrsminister Schnieder meldet sich nun auch ein entlassener Staatssekretär zu Wort – und verteilt einige Spitzen.

Die Kritik an Kanzler Friedrich Merz und seinem Kommunikationsstil bei der Personalrochade der Bundesregierung reißt nicht ab. Nach seiner Entlassung als Parlamentarischer Staatssekretär im Gesundheitsministerium wirft der CDU-Politiker Tine Sorge seinem Parteivorsitzenden implizit schlechten Stil vor. Er nehme die Entscheidung des Kanzlers zur Kenntnis, schreibt Sorge in einer Stellungnahme. „Dass er sie – anstelle eines persönlichen Gesprächs mit mir – zuerst in Parteigremien und vor der Presse verkündet hat, bleibt seine eigene Stilfrage.“

Als Teil der Personalrochade des Kanzlers und CDU-Chefs soll die Sport-Staatsministerin im Kanzleramt, Christiane Schenderlein, Parlamentarische Staatssekretärin im Gesundheitsministerium werden und Sorge ablösen. „Es ist kein Geheimnis, dass ich meine Arbeit an dieser zentralen Schaltstelle der Gesundheitspolitik gern fortgeführt hätte“, schreibt der Abgeordnete.

Ein weiterer Satz aus dem Schreiben lässt ebenfalls Interpretationsspielraum: „Angesichts der Ereignisse der letzten Tage und am Vorabend mehrerer Landtagswahlen wird der Bundeskanzler diese Entscheidung mit Bedacht getroffen haben.“ Mit den Ereignissen der vergangenen Tage dürfte Sorge die unglückliche Entlassung von Verkehrsminister Patrick Schnieder und die Kritik innerhalb der CDU daran meinen.

Der in Thüringen geborene Sorge sitzt seit 2013 für Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt Magdeburg im Bundestag. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze, der vor der Wahl in seinem Land im September um seinen Posten kämpft, hatte die Personalrochade im Deutschlandfunk als „nicht unbedingt gut verlaufen“ bezeichnet.

Sorge schreibt über Merz‘ Entscheidung: „Zu hoffen bleibt, dass sie einer übergeordneten Logik folgt, die größer ist als die Summe einzelner Personalentscheidungen.“ Sorge zählt zentrale Aufgaben in seinem Ressort auf und wünscht „dem neuen Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann und seinem Team alles erdenklich Gute und viel Erfolg“.

Quelle: ntv.de, dsc/dpa

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