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Startseite»Nachrichten»No Go Russland-Deal?: Chaos in Italiens Fußball: Pirlo ist raus, Maldini schmeißt wohl hin
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No Go Russland-Deal?: Chaos in Italiens Fußball: Pirlo ist raus, Maldini schmeißt wohl hin

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 28, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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No Go Russland-Deal?

Chaos in Italiens Fußball: Pirlo ist raus, Maldini schmeißt wohl hin

27.07.2026 | 12:58 Uhr

Italiens Fußball stolpert von einer Verlegenheit in die nächste. Nach dem sportlichen Absturz soll eigentlich ein Neuanfang her. Doch der Top-Kandidat für den Trainerposten ist wohl raus – wegen eines brisanten Vertrags.

Er war der Wunschkandidat nach den Absagen von Pep Guardiola und Carlo Ancelotti, nun aber steht Andrea Pirlo im Mittelpunkt einer Kontroverse um die Besetzung des Trainerpostens bei der italienischen Fußball-Nationalmannschaft. Zugleich droht nun auch der Rückzug des gerade erst zum Technischen Direktor berufenen Paolo Maldini, der sich für den nicht mehr tragbaren Pirlo eingesetzt hatte.

Pirlo ist angesichts eines Vertrags mit dem russischen Wettanbieter Fonbet in die Kritik geraten und beim Verband FIGC daher in Ungnade gefallen. „In der vergangenen Nacht habe ich erfahren, dass ich kein Kandidat mehr für den Cheftrainerposten der italienischen Nationalmannschaft bin“, schrieb der Weltmeister von 2006 bei Instagram. Zugleich wehrte er sich „mit großer Verbitterung“ gegen die Vorwürfe.

Bei „Tag des Fußballs“ in Moskau

„Die berufliche Zusammenarbeit, die Gegenstand der jüngsten Kontroverse war, entstand im Rahmen meiner Tätigkeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten und ist ausschließlich kommerzieller und sportlicher Natur“, rechtfertigte sich Pirlo. Der 47-Jährige, derzeit noch Trainer des Dubai FC, hatte unter anderem im Mai an einem „Tag des Fußballs“ in Moskau teilgenommen, Veranstalter war Fonbet. Der Termin hatte Pirlo schon damals heftige Kritik eingebracht.

„Dieser Zusammenarbeit eine politische Bedeutung zuzuschreiben, bedeutet, mir Überzeugungen zu unterstellen, die ich nie geäußert habe und die nicht die meinen sind“, betonte Pirlo. Dies zu beurteilen, liegt nun aber zunächst in der Verantwortung von Verbandspräsident Giovanni Malagò, der die Verträge von Pirlo genau prüfen will. 

Pirlo mit Liebeserklärung an Italien

Eine Zukunft für Pirlo aber scheint es nach seiner eigenen Einschätzung nicht zu geben. „Ich möchte Maldini und Leonardo für die Wertschätzung und das Vertrauen danken, das sie mir entgegengebracht haben“, erklärte er in seinem Statement. Seine „Liebe zu Italien hängt nicht von einem Jobtitel ab. Sie ist Teil meiner Geschichte, meiner Identität, und sie wird mich immer begleiten.“

Als mögliche Kandidaten für den Posten gelten nun wieder Roberto Mancini und Antonio Conte. Allerdings droht die FIGC dann wieder ohne Technischen Direktor dazustehen. Denn weil Pirlo im Rennen um das Nationaltrainer-Amt raus ist, ist Maldini laut übereinstimmenden Berichten nach nur 16 Tagen im Amt zurückgetreten. Auch der Brasilianer Leonardo als Berater hört demnach auf.

Offiziell bestätigt wurden die Personalien am Abend zunächst nicht, laut „Gazzetta dello Sport“ auch nicht vor Ort nach einem Treffen von Verbandspräsident Giovanni Malagò mit Vertretern von Liga und Verbänden in Rom.

Verwendete Quellen: ntv.de, tno/sid

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