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Startseite»Nachrichten»„Weniger pessimistisch“: Ifo-Geschäftsklima verbessert sich trotz Nahost-Eskalation leicht
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„Weniger pessimistisch“: Ifo-Geschäftsklima verbessert sich trotz Nahost-Eskalation leicht

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 28, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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„Weniger pessimistisch“Ifo-Geschäftsklima verbessert sich trotz Nahost-Eskalation leicht

Auf dem Bau hellt sich die Stimmung etwas auf – zuletzt klagen unter anderem weniger Bauunternehmen über fehlende Aufträge. (Foto: picture alliance/dpa)

Der Konflikt rund um die Straße von Hormus ist weiter ungelöst, das Ifo-Geschäftsklima steigt hierzulande dennoch überraschend. Ökonomen warnen, dass steigende Ölpreise die zarte Konjunkturerholung ausbremsen könnten.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juli den dritten Monat in Folge von den Dämpfern infolge des Iran-Krieges erholt. Das Ifo-Geschäftsklima stieg um 0,9 Punkte auf 86,6 Punkte, wie das Münchner Forschungsinstitut mitteilte. „Trotz der unsicheren Lage am Persischen Golf zeigt sich die deutsche Wirtschaft weniger pessimistisch“, kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest das Ergebnis der monatlichen Umfrage unter 9000 Unternehmen.

Gestützt wurde der Indikator durch die verbesserten Erwartungen der Unternehmen. Der Erwartungsindikator stieg um 2,4 Punkte auf 86,7 Punkte. Die aktuelle Lage wurde hingegen schlechter bewertet. Die Lagebeurteilung sank um 0,5 Punkte auf 86,5 Punkte. 

Im Dienstleistungssektor verbesserte sich die Stimmung. Auch im Handel hellte sich das Geschäftsklima erneut auf. Insbesondere die Einzelhändler waren weniger pessimistisch. Im Bauhauptgewerbe stieg der Indikator ebenfalls. Weniger Bauunternehmen klagten über fehlende Aufträge.

Nach Einschätzung von Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer ist die Aussagekraft allerdings beschränkt. „Der deutliche Anstieg des Ifo-Geschäftsklimas ist nur bedingt aussagefähig, weil die meisten Unternehmen die Umfrage vor dem massiven Ölpreisanstieg der beiden letzten Wochen beantwortet haben“, heißt es in einem Kommentar.

„Aber zumindest zeigt der Anstieg, welches Erholungspotenzial vorhanden ist, falls sich die USA und der Iran einigten und die Straße von Hormus dauerhaft geöffnet würde.“ Krämer erwartet, dass die Konjunktur auch im zweiten Halbjahr unter den hohen Energiepreisen leidet, da der Weg zu einer Verständigung „lang und holprig“ werden dürfte.

„Vor allem die jüngsten Reformbeschlüsse der Bundesregierung dürften den Optimismus vieler Unternehmen gestärkt haben“, kommentierte Marc Schattenberg, Volkswirt bei der Deutschen Bank. Ein Wermutstropfen sei die leichte Eintrübung in der Lagebeurteilung. „Die jüngste Eskalation im Persischen Golf und der damit verbundene erneute Anstieg der Öl- und Gaspreise dürften hier belastet haben und bleiben auch für die kommenden Monate ein Risiko.“

Quelle: ntv.de, bho/dpa

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