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Startseite»Nachrichten»FIFA-Boss im Kreuzfeuer: Britischer Premier empört sich über „falschen Mann“ Infantino
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FIFA-Boss im Kreuzfeuer: Britischer Premier empört sich über „falschen Mann“ Infantino

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 31, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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FIFA-Boss im Kreuzfeuer

Britischer Premier empört sich über „falschen Mann“ Infantino

31.07.2026 | 15:22 Uhr

Der neue britische Premierminister Andy Burnham ist erst wenige Tage im Amt – schon äußert er sich über die reine Politik hinaus. Er greift FIFA-Boss Gianni Infantino scharf an, reiht sich damit ein in die zahllosen Kritiker.

Nach der heftigen Empörung aus den Organen des Fußballs hat das Vorgehen von FIFA-Präsident Gianni Infantino auch in der Politik zu Kritik geführt. Der 56-Jährige sei „der falsche Mann“, um den Weltverband zu leiten, sagte Großbritanniens Premierminister Andy Burnham. Infantinos Plan, Anteile an Turnieren des Weltverbandes an private Investoren zu verkaufen, sei ein „ungeheuerlicher Vorschlag“.

Zuvor hatte Burnham in einem Instagram-Video bereits gesagt, der Fußball gehöre nicht den Investoren. „Er gehört den Menschen, die die Tribünen füllen, die an den Seitenlinien stehen, Woche für Woche, bei Regen und bei Sonne. Die WM ist kein Produkt.“ Burnham ist erst seit 20. Juli im Amt.

Der Druck auf Infantino wächst von allen Seiten. Zunächst hatte die UEFA einen Boykott angekündigt, sollte der Präsident des Weltverbands an seinen Plänen festhalten. Dem Widerstand schlossen sich auch die Kontinentalverbände für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik (CONCACAF) und Asien (AFC) an. Zudem beginnt der innere Kreis Infantinos möglicherweise zu bröckeln. Sein leitender Berater Carlos Cordeiro ist aus Protest gegen dessen Investorenpläne zurückgetreten.

UEFA behandelt „Erpressung“

Lise Klaveness, Präsidentin des norwegischen Fußballverbandes, sieht Infantino massiv beschädigt. „Mein klarer Eindruck ist, dass er sehr viel Vertrauen verloren hat“, sagte die als Infantino-Kritikerin bekannte Juristin. Auch habe der FIFA-Boss seine Kandidatur auf Wiederwahl „durch diesen Vorfall nicht gestärkt“, so Klaveness.

Dass Infantino den Mitgliedsverbänden eine Zustimmungsfrist zu seinen Plänen bis zum 19. September gesetzt hat, sei „absolut eine Form der Erpressung, ob strafbar oder nicht. Im besten Fall ist es unangemessen“, führte Klaveness aus. Das Wort „Erpressung“ sei auch bei der Zusammenkunft der UEFA-Mitgliedsverbände am Donnerstag gefallen, berichtete sie.

Klaveness sprach von einer „sehr ernsten Situation für den norwegischen und internationalen Fußball. Es waren dramatische Tage.“ UEFA-Präsident Aleksander Ceferin lobte sie für seine „befreiend klare“ Führung in dieser Frage. Er habe klar gemacht: „Genug ist genug!“ Niemand, „kein einziger“, habe von den FIFA-Plänen gewusst in Europa, betonte Klaveness. Außerdem sei es ja so: „Die FIFA braucht das Geld nicht – und wenn sie es brauchen würde, wäre das nicht der Weg, es zu bekommen.“ Der Fußball gehöre dem Volk und müsse künftig „demokratisch geführt“ werden.

Infantino plant, Teile der WM-Rechte an private Investoren zu verkaufen. Medienberichten zufolge soll der FIFA-Präsident den Mitgliedsverbänden eine Zustimmungsfrist bis zum 19. September gesetzt haben. Die Verbände werden mit hohen Summen und der Aussicht auf eine nochmals erweiterte WM geködert. Eine einfache Mehrheit soll ausreichen, um die Vorhaben umzusetzen. UEFA, CONCACAF und AFC stellen 136 von 211 stimmberechtigten FIFA-Mitgliedsverbänden.

Verwendete Quellen: ntv.de, ara/sid

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