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Heidi Klum, KI und die größte Horror-Show

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 1, 2026Keine Kommentare5 Minuten Lesezeit
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VIP VIP, Hurra!Heidi, KI und die größte Horror-Show

31.07.2026, 17:02 Uhr Die Promikolumne von Verena Maria Dittrich
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Weiß, wie der Hase im Showgeschäft läuft: Model Heidi Klum (Foto: picture alliance / Panama Pictures)

Kino, KI und Annika Kärsten-Hoenig in der „Villa der Versuchung“: Warum der gruseligste Moment der Woche nicht auf der Leinwand stattfand und Heidi Klum zeigt, dass ein paar Kilo mehr manchmal die beste Werbung sind, lesen Sie in der neuesten VIP-Ausgabe.

Liebe Hochkulturbanausen, bevor wir uns auch in dieser VIP-Ausgabe gleich wieder in die Fluten des wöchentlichen Promi-Wahnsinns stürzen, eine kleine Anekdote zu Beginn. Ich war mal wieder im Kino. Nee, das ist noch nicht die Anekdote, die kommt jetzt. Erinnern Sie sich noch an „Blair Witch Project“? Dieser Film von 1999, der mit einem geradezu lächerlich kleinen Budget gedreht wurde, sich dann aber zum Überraschungserfolg mauserte und dafür sorgte, dass sich plötzlich eine ganze Generation vor einer Hexe gruselte, die man nie wirklich zu Gesicht bekam?

Neulich sagte eine Freundin zu mir: „Du musst unbedingt ‚Obsession‘ sehen. Mindestens so gruselig wie ‚Blair Witch Project‘.“ Also saß ich kurze Zeit später in einem rappelvollen Berliner Kino, zwanzig Euro ärmer und umgeben von einem Publikum, das überwiegend irgendwo zwischen 18 und Anfang 20 gewesen sein dürfte.

Der Film war tatsächlich spannend, wenn auch so dunkel gedreht, dass ich zwischendurch nicht immer wusste, ob da gerade ein Dämon durchs Bild huscht oder nur eine Lampe steht. Viel gruseliger war allerdings das, was sich im Kinosaal abspielte. Wohin ich auch blickte, leuchteten Handydisplays.

Vor mir wurde durch Instagram gescrollt, neben mir durch TikTok, andere kamen erst zwanzig Minuten nach Filmbeginn herein, verschwanden während des Films wieder nach draußen und kehrten irgendwann mit riesigen Popcorn-Eimern zurück, als hätten sie vor dem Kinobesuch wochenlang nichts zu beißen bekommen. Ich konnte mich kaum noch auf den Film konzentrieren, weil überall die Bildschirme flackerten und musste unweigerlich an die Diskussion denken, dass Filme und Serien inzwischen immer häufiger so erzählt werden, dass sie auch dann noch funktionieren, wenn der Zuschauer nebenbei auf sein Smartphone glotzt. Wozu braucht man noch Horrorfilme, wenn man neben sich dutzende Sitznachbarn mit flackernden Handydisplays hat? Mal ’ne Viertelstunde am Stück das Geschehen auf der Leinwand verfolgen? Nicht mehr möglich!

Von Bayreuth bis Reality TV: Hauptsache Show

Apropos Kultur(banausen): Kleiner Schwenk nach Bayreuth, wo man ausgerechnet zum 150. Jubiläum der Festspiele auf die Idee kam, Wagners „Ring“ teilweise von einer KI bebildern zu lassen. Man muss schließlich sparen. Die Kritiken fielen entsprechend aus. Die Projektionen, hieß es, erinnerten stellenweise an sogenannten AI Slop – also massenhaft erzeugte KI-Bilder, die pausenlos irgendetwas zeigen, dabei aber erstaunlich wenig erzählen. Ha! Das klingt doch verdächtig nach dem einen oder anderen Influencer.

Man fragt sich inzwischen wirklich, wann eigentlich der Moment war, an dem Medien beschlossen haben, irgendwelche Leutchen allein deshalb für relevant zu halten, weil sie genügend Follower mitbringen. Ich garantiere Ihnen, geneigter Leser, diese Entwicklung wird uns noch mächtig um die Ohren fliegen.

Früher musste man noch ein gewisses Talent oder Können mitbringen, heute zählt Reichweite statt Relevanz, obschon jeder weiß, dass Kompetenz und Glaubwürdigkeit nichts mit vielen Followern zu tun haben. Dies zeigte erst kürzlich wieder der Journalist und Influencer-Schreck Marvin Wildhage. Mit einer frei erfundenen Krankheit lockte er eine Medizin-Influencerin in die Falle, die das Ganze für Geld bewarb und dabei sogar behauptete, den Begriff noch aus ihrem Studium zu kennen. Long story short: peinlich für die Beteiligte. Die eigentliche Frage lautet doch: Warum räumen wir Leuten allein aufgrund ihrer Reichweite so viel Autorität ein, dass ihre Aussagen überhaupt noch ungeprüft in Schlagzeilen landen?

Kommen wir nach so viel Hochkultur und Medienkritik nun zu den wirklichen Knaller-News der Woche.

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Bei Heinz Hoenig und Ehefrau Annika Kärsten-Hoenig ist das Geld knapp. (Foto: IMAGO/Matthias Wehnert)

Annika Kärsten-Hoenig zieht in die „Villa der Versuchung“. Sie begründet das damit, dass die finanziellen Reserven der Familie nach der schweren Erkrankung ihres Mannes Heinz Hoenig aufgebraucht seien. Nun kann einem natürlich jeder leidtun, der gesundheitlich so viel durchmachen musste wie der Heinz. Was ich allerdings nach wie vor nicht verstehe: Wie kann jemand über Jahrzehnte als erfolgreicher Schauspieler arbeiten und nicht einmal krankenversichert sein? Am Ende sprang die Öffentlichkeit mit Spenden ein. Nun zieht auch Annika ins Reality-TV. Offenbar bleibt die Familie dem Genre treu.

„Hans und Franz“ verkaufen jetzt Chips

Bleiben wir noch kurz bei jenen, die genau wissen, wie der Hase läuft: Heidi Klum wirbt derzeit für Chips mit veganem Brathähnchen-Geschmack. Und wie sorgt man dafür, dass die Werbebotschaft auch wirklich überall ankommt? Na klar: im Bikini und mit „Hans und Franz“ perfekt in Szene gesetzt. Familie Kaulitz hat das Showgeschäft inzwischen wirklich bis ins Kleinste durchgespielt. Während Schwager Bill in der neuen Staffel von „Kaulitz & Kaulitz“ bisweilen wie eine zickige Diva rüberkommt, wirkt die Model-Mama entspannt wie eh und je.

Ganz selbstverständlich erzählt sie auch immer wieder, inzwischen in den Wechseljahren zu sein, nachts zu schwitzen und auch ein paar Kilo mehr zu wiegen. Ausgerechnet Göttergatte Tom soll ihr sogar geraten haben, ruhig etwas mehr zu essen. Gerade in Heidis Branche, in der Frauen nicht dünn genug sein können, ist das fast schon herrlich normal. Während Schwager Bill allerdings vielleicht tatsächlich das eine oder andere Glas weniger picheln könnte. Aber gut, darüber reden wir ein anderes Mal. Spätestens in Staffel 4, wenn der nächste Gesundheitscheck ansteht. Die Leber dürfte dann vermutlich ihre eigene Folge bekommen.

Quelle: ntv.de

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