Brand im Büro des DirektorsMedien: Feuer in Basilius-Kathedrale in Moskau
Im Mittelalter lässt Zar Iwan der Schreckliche zum Zeichen eines russischen Sieges die Basilius-Kathedrale in Moskau erbauen. Die bunten Zwiebeltürme des Gotteshauses sind weltbekannt. Am frühen Morgen muss die Feuerwehr ausrücken, um sie vor einem Brand zu schützen.
In der berühmten Basilius-Kathedrale auf dem Roten Platz in Moskau ist russischen Medien zufolge ein Feuer ausgebrochen. Laut der russischen Nachrichtenagentur Tass ereignete sich der Vorfall in der ersten Etage der Kathedrale im Büro des Direktors. Dort seien „persönliche Gegenstände und Möbel“ in Brand geraten.
An der Bekämpfung des Brandes waren mehrere Löschfahrzeuge beteiligt, wie Tass am frühen Morgen unter Berufung auf die Einsatzkräfte meldete. Demnach wurde das Feuer in der Kathedrale gelöscht. Verletzt wurde niemand. Eine Fläche von etwa zehn Quadratmetern wurde zerstört.
Die Basilius-Kathedrale mit ihren bunten zwiebelförmigen Kuppeln gilt als eines der Wahrzeichen der russischen Hauptstadt. Zur möglichen Ursache des Feuers gibt es bisher keinerlei Erklärungen oder Berichte.
Die Basilius-Kathedrale heißt offiziell Kathedrale der Fürbitte der Heiligen Jungfrau Maria am Burggraben. Sie wurde zwischen 1555 und 1561 im Auftrag von Zar Iwan dem Schrecklichen erbaut. Sie erinnert an den Sieg über das Khanat Kasan und die Annexion des Tartaren-Staats durch den russischen Staat. Die Legende besagt, dass Iwan die beiden Baumeister nach Fertigstellung der Kathedrale blenden ließ, damit sie keine vergleichbaren Kunstwerke errichten können.
Die Kathedrale ist keine einzelne große Kirche, sondern ein eng miteinander verbundenes Ensemble aus zehn Kirchen und Kapellen. Den heute geläufigen Namen erhielt sie, als 1588 eine Kapelle über dem Grab des verehrten Moskauer Heiligen Basilius des Seligen errichtet wurde.
Heute gehört die Kathedrale zum Staatlichen Historischen Museum Russlands. Zugleich wird sie teilweise wieder als orthodoxes Gotteshaus genutzt. Zusammen mit dem Moskauer Kreml und dem Roten Platz ist sie seit 1990 Teil des Unesco-Welterbes.
