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Startseite»Politik»Mahnwache für die Opfer des CSD-Anschlags in Berlin
Politik

Mahnwache für die Opfer des CSD-Anschlags in Berlin

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 2, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 02.08.2026 • 20:56 Uhr

Etwa eine Woche ist der Terroranschlag auf den Christopher Street Day in Berlin her. Die Wut und Trauer ist groß. Die queere Community hat der Opfer der Tat gedacht. Auch vor dem Roten Rathaus versammelten sich Menschen im Gedenken.

Im Berliner Tiergarten haben sich am Sonntagabend zahlreichen Menschen zu einer Mahnwache versammelt, mit der der Opfer des mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlags am Rande des Christopher Street Days (CSD) am Wochenende zuvor gedacht wurde. Nach Veranstalterangaben haben sich in der Nähe des Anschlagsortes bis zu 4.000 Menschen versammelt. Die Polizei sprach von 650 Teilnehmenden. Die Mahnwache fand am Ort des Anschlags am Ahornsteig im Großen Tiergarten statt. Aufgerufen zu dem Gedenken hatte der Verband Queere Vielfalt Berlin-Brandenburg (LSVD) gemeinsam mit dem Bundesverband: „Kommt mit uns zusammen. In Gedenken. In Solidarität. Für Menschlichkeit.“ „Wir wollen der Opfer gedenken, den Betroffenen und ihren Angehörigen unsere Solidarität zeigen und als Community zusammenstehen“, erklären die beiden Verbände. „Hass und Gewalt dürfen niemals das letzte Wort haben.“

Versammlung auch vor dem Roten Rathaus

Auch Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU), Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) und andere Politiker und Politikerinnen nahmen an der Gedenkveranstaltung teil. Auf Redebeiträge aus der Politik haben die Veranstalter allerdings bewusst verzichtet. „Ich glaube, es war wichtig, heute vor allem der Community die Stimme zu geben“, sagte Florian Winkler-Schwarze vom Verband Queere Vielfalt dem rbb. Zur gleichen Zeit versammelten sich nach Polizeiangaben etwa 2.000 Menschen vor dem Roten Rathaus in Berlin-Mitte, um gegen Queerfeindlichkeit zu protestieren. Wie die Polizei weiter sagte, zogen die Demonstranten weiter in Richtung Brandenburger Tor.

Gedenken in Oranienburg

Auch in Orianienburg wurde am Sonntag der Opfer des Anschlags auf den Berliner CSD gedacht. Auf dem Schlossplatz setzten Mitglieder der queeren Community und Unterstützer friedlich ein Zeichen. Rund 80 Personen nahmen an der Veranstaltung teil. Bürgermeisterin Collin-Feeder erklärte, man sei eine Gemeinschaft, die zusammenhält. „Wir stehen hier nicht gebeugt, sondern aufrecht“, hieß es in einem Redebeitrag vom Organisator der Kundgebung, Boldt-Händel.

Bundesopferbeauftragter verspricht finanzielle Hilfe

Der Bundesopferbeauftragte Roland Weber hatte bereits am Samstag erklärt, dass die Opfer des Anschlags schnelle finanzielle Unterstützung erhalten sollten. Die Höhe der jeweiligen Hilfe richtet sich dabei nach der Schwere der Verletzungen. In einem abgestuften Verfahren gebe es zunächst 3.000 bis 5.000 Euro. Später können je nach Fall weitere Entschädigungs- und Unterstützungsleistungen aus anderen Töpfen hinzukommen. Zugleich appellierte Weber auch an Augenzeugen, Helfer und andere, denen das Geschehen stark zu schaffen macht, sich an ihn oder die Zentrale Anlaufstelle für Betroffene von Terroranschlägen in Berlin zu wenden.

Bei dem Terroranschlag am 25. Juli hatte der 21-jährige Attentäter im Tiergarten mit einem Auto mehrere Passanten angefahren, bevor er – vermutlich mit einer Machete – weitere Menschen angriff. Eine Frau starb, 31 Menschen wurden verletzt, darunter 7 schwer. Der Islamist wurde am Sonntagabend von Polizisten erschossen, als sie ihn in einer Kleingartenkolonie stellten.

Sendung: rbb24 Abendschau, 02.08.2026, 19:30 Uhr Video: rbb24 Abendschau, 02.08.2026, Anja Meyer

Rundfunk Berlin-Brandenburg

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