„Das ist auch gut so“CDU-Generalsekretärin erklärt „Kindergarten“-Debatte um Kanzlertausch für beendet
In Mecklenburg-Vorpommern scheitert die CDU an der Fünf-Prozent-Hürde. Auf die Frage, ob sich kein Ministerpräsident getraut habe, für einen Kanzlerwechsel Merz herauszufordern, reagiert CDU-Generalsekretärin Hoppermann abweisend. Es gehe nicht um „Mutproben“.
Die Debatte in der CDU über eine mögliche Ablösung von Bundeskanzler Friedrich Merz ist nach den Worten von CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann erledigt. „Die Personaldiskussion ist beendet. Das ist auch gut so“, sagte Hoppermann der „Rheinischen Post“. Nun müsse es darum gehen, „dieses Land zusammenzuführen und die notwendigen Modernisierungsschritte konsequent weiterzugehen“.
Auf die Frage, ob sich kein Ministerpräsident getraut habe, Merz herauszufordern, sagte Hoppermann: „Wir sind doch nicht im Kindergarten und stellen uns gegenseitig Mutproben. Es geht um gemeinsame Verantwortung für unser Land.“
Die CDU-Politikerin warb dafür, Reformen besser zu erklären und auch gerecht auszugestalten. Gerechtigkeit sei das Kernthema, „egal, wohin man schaut: bei der Ausgestaltung der Sicherungssysteme, im Steuersystem und im Verhältnis zwischen Staat, Unternehmen und Bürgern. Auch bei der Einbeziehung in den Reformprozess“.
Die Wahlergebnisse für die AfD und die Linke speisten sich auch aus diesem Gefühl, sagte Hoppermann und verwies dabei auf den hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein. Dieser habe „recht, wenn er sagt: Die Themen der Menschen sind nicht falsch, nur weil sie von den Falschen angesprochen werden“, sagte Hoppermann und fügte hinzu: „Das nehmen wir ernst.“
Die Reformen, die jetzt anstünden, seien „unbedingt notwendig, damit denjenigen geholfen werden kann, die künftig Unterstützung brauchen“. „Wenn wir jetzt nichts tun, produzieren wir die Extremisten von morgen, weil immer mehr Menschen immer größere Lasten tragen müssten“, mahnte die CDU-Politikerin.
