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Startseite»Politik»Vor US-Daten zur Inflation: DAX bleibt nahe Rekordhoch
Politik

Vor US-Daten zur Inflation: DAX bleibt nahe Rekordhoch

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 12, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Marktbericht

Stand: 12.08.2026 • 08:30 Uhr

Der DAX dürfte kaum verändert in den Tag starten. Die Anleger warten vor allem auf die aktuellen Inflationsdaten aus den USA. Zudem öffnen noch einige Konzerne ihre Bücher.

Nach dem gestrigen Rekordhoch dürfte es der deutsche Aktienmarkt heute zunächst langsamer angehen. Der DAX könnte nach ersten Indikationen 0,1 Prozent tiefer starten.

Besonders aufmerksam werden die Marktteilnehmer die Nachrichten zum Iran-Konflikt verfolgen. Bisher haben sich die vagen Hinweise auf eine mögliche Verständigung zwischen den Kriegsparteien, die dem DAX zu seinem gestrigen Höhenflug verholfen hatten, nicht bestätigt. Die Ölpreise haben denn auch über Nacht wieder etwas angezogen. Nordseeöl der Sorte Brent kostet am Morgen 89,69 Dollar pro Barrel, 0,9 Prozent mehr als gestern.

Die US-Börsen waren gestern mit leichten Abschlägen aus dem Handel gegangen. Sowohl die Standardwerte des Dow Jones als auch die Technologietitel des Nasdaq 100 verloren 0,3 Prozent.

In Asien tendieren die Märkte im Vorfeld der Verbraucherpreisdaten aus den USA uneinheitlich. Während die Börsen in Südkorea und Japan anziehen, steht der Hang Seng in Hongkong unter Druck.

Die US-Inflationsdaten um 14:30 Uhr sind der wichtigste Konjunkturtermin des Tages. Derzeit suchen die Marktteilnehmer vor allem nach Hinweisen, ob die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) den Leitzins im September erhöht oder nicht.

Die Erwartungen der beiden Lager sind aktuell fast ausgeglichen. Einerseits schwächelt der Arbeitsmarkt, was die Fed zögern lassen könnte. Andererseits aber treibt der ungelöste Iran-Konflikt weiter die Ölpreise und damit die Inflation. Bei den aktuellen Daten gehen Beobachter von einer leichten Abkühlung der Teuerung auf 3,4 Prozent aus. Das liegt aber immer noch weit über dem eigentlichen Zwei-Prozent-Ziel der Fed.

In Deutschland stehen heute einige Quartalsbilanzen an, unter anderem von TUI, TKMS, Eon, Hannover Rück, Brenntag, K+S und Thyssenkrupp Nucera.

Eon setzt bei seinen Investitionsvorhaben auf die kommenden Monate. Im ersten Halbjahr nahm der Energiekonzern drei Milliarden Euro etwa für Energieinfrastruktur und Digitalisierung in die Hand. Damit lagen die Investitionen aufgrund witterungsbedingter Verzögerungen sieben Prozent unter dem Vorjahreswert. Für dieses Jahr stehen bei den Essenern weiterhin 8,7 Milliarden Euro im Plan, was etwas mehr wäre als 2025. Die Verzögerung bremst auch das Ergebniswachstum aus, weil das operative Ergebnis des DAX-Konzerns in weiten Teilen an den Ausbau des Energienetzes geknüpft ist. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg im ersten Halbjahr nur leicht auf 5,4 Milliarden Euro. Der bereinigte Gewinn verbesserte sich um fünf Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Die Jahresziele bestätigte Eon.

TUI hat im dritten Quartal seines Geschäftsjahres aufgrund der Belastungen durch den Iran-Krieg weniger verdient als am Finanzmarkt erwartet. Das bereinigte Betriebsergebnis sank von April bis Juni gegenüber dem starken Vorjahreszeitraum um 27 Prozent auf 234 Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt mit 275 Millionen Euro gerechnet. Unsicherheit und steigende Kosten durch den Krieg und die schwache Konjunktur ließen Verbraucher mit Buchungen zögern. „2026 ist kein normales Jahr“, sagte TUI-Chef Sebastian Ebel. Das Marktumfeld sei schwierig. In den vergangenen vier Wochen zogen die Buchungen aber wieder an. TUI bekräftigte die im April gesenkte Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr unter der Voraussetzung, dass sich die geopolitischen Spannungen nicht verschärfen und die Treibstoffversorgung gesichert bleibt.

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