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Startseite»Politik»US-Präsident Trump bestätigt heimlichen Flugzeugwechsel in Ankara
Politik

US-Präsident Trump bestätigt heimlichen Flugzeugwechsel in Ankara

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 12, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 12.08.2026 • 16:10 Uhr

Nun hat Trump es offiziell bestätigt: Der US-Präsident saß beim Abflug vom NATO-Gipfel in Ankara im Juli nicht im Regierungsflieger, sondern täuschte das nur vor. Das hätten seine Personenschützer angeordnet.

US-Präsident Donald Trump hat Berichte bestätigt, wonach er kurz vor dem Abflug vom NATO-Gipfel in Ankara auf dem Flughafen der türkischen Hauptstadt heimlich die Maschine wechselte. Dies sei auf Weisung des Secret Service erfolgt. Er richte sich nach deren Vorgaben, sagte der Trump in einem Gespräch mit Journalisten. „Sie wollten es so, also habe ich es gemacht. Ich tue, was sie sagen“, so Trump. Der Secret Service ist unter anderem für die Sicherheit des Präsidenten zuständig.

Zum Hintergrund der Entscheidung machte Trump keine genauen Angaben. „Ich nehme an, dass es eine Bedrohung gab“, sagte er. Er habe nicht weiter nachgefragt.

Zugleich schien der Präsident bemüht, dem Fall keine große Bedeutung beizumessen: „Ich bekomme viele Drohungen.“ Überrascht sei er nicht gewesen. Der Grund für das ungewöhnliche Täuschungsmanöver soll eine konkrete, von Iran ausgehende Bedrohung gewesen sein.

Trump im Catering-Wagen – Zwischenstopp in Großbritannien

Die US-Zeitung Washington Post hatte enthüllt, dass das Weiße Haus im Juli nach dem NATO-Gipfel nur vorgetäuscht hatte, dass Trump mit einer Regierungsmaschine aus Ankara abgeflogen war. Der 80-Jährige stieg dort vor laufenden Kameras in die Regierungsmaschine ein, stieg dann aber laut der Zeitung unbemerkt in einen seitlich an dem Jet platzierten Catering-Container. Dessen Laster brachte ihn auf dem Flughafen inkognito zu einem kleineren US-Militärflugzeug, mit dem er nach Großbritannien flog.

Währenddessen hob die mit Mitarbeitern des Weißen Hauses, Sicherheits- und Unterstützungspersonal sowie Journalisten besetzte Air Force One aus der Türkei ab – als Ablenkungsmanöver für den Fall eines iranischen Angriffs. Der Zeitung zufolge sollen selbst einige Mitarbeiter des Weißen Hauses, die ebenfalls in der Türkei in den Regierungsjet gestiegen waren, nicht gewusst haben, dass Trump nicht an Bord war. Die Journalisten an Bord sollen demnach nicht über die mögliche iranische Bedrohung in Kenntnis gesetzt worden sein.

Vorgang gilt als beispiellos

Bei einem Zwischenstopp in Großbritannien schlich sich Trump unbemerkt wieder an Bord der Präsidentenmaschine. Die Öffentlichkeit sollte den Eindruck bekommen, dass Trump die ganze Reise in den Regierungsmaschinen zurückgelegt habe. In den USA stieg er dann vor laufenden Kameras aus.

Dass Trumps Wechsel damals und noch wochenlang danach geheim gehalten wurde, gilt als beispiellos. Das Weiße Haus hat die Berichte nicht dementiert, liefert aber auch keine Einzelheiten.

Der Flug aus der Türkei hatte damals auch für Schlagzeilen gesorgt, weil Trump mit einem von Katar an die USA verschenkten Luxusjet angereist war. Dieser verfügte nicht über einige der Raketenwarn- und Abwehrsysteme älterer Präsidentenmaschinen.

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