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Startseite»Politik»Verhandlungsbeginn im Mordfall Tupac Shakur – war es Rache?
Politik

Verhandlungsbeginn im Mordfall Tupac Shakur – war es Rache?

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 18, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 18.08.2026 • 09:48 Uhr

Vor 30 Jahren wurde Tupac Shakur in Las Vegas bei einem Schusswaffenangriff tödlich verletzt. Dort begann nun der Prozess gegen einen 63-Jährigen, der die Waffe besorgt haben soll. Sein Anwalt stellte ihn als Lügner dar.

Der Mord am Rapper Tupac Shakur ist vermutlich eines der bekanntesten ungelösten Verbrechen in den USA. Nun hat 30 Jahre nach der Tat der Prozess in Las Vegas begonnen. Die Anklage sprach in ihrem Eröffnungsplädoyer von einem Racheakt. Duane Davis habe den Mord in Auftrag gegeben, weil sein Neffe zuvor von Shakur zusammengeschlagen worden sei, sagte Staatsanwalt Binu Pilal.

Die Verteidigung wies den Vorwurf zurück. Der Angeklagte wurde von seinem Anwalt als Lügner und Angeber dargestellt, der viele Dinge erfunden habe, etwa um daraus Kapital zu schlagen. Darum sei auch die Schilderung der Anklage „reine Fiktion“.

In Las Vegas im Auto angeschossen

Am 7. September 1996 wurde der 25 Jahre alte Rapper Tupac in einem Auto in Las Vegas angeschossen – er starb später im Krankenhaus. In der Tatnacht war er mit Marion „Suge“ Knight, Mitbegründer des Labels Death Row Records, unterwegs. In einem Hotel kam es zu einer Prügelei, bei der ein Neffe des Angeklagten von Shakur und dessen Gefolgsleuten verprügelt wurde. Onkel und Neffe gehörten demnach einer kalifornischen Bande an, die mit der Gang, der Suge Knight nahestand, verfeindet war.

Den Geschworenen wurde zum Prozessauftakt Videoaufnahmen von der Schlägerei gezeigt. Danach habe der Angeklagte den Mordplan ausgeheckt, so Staatsanwalt Palal. Er habe die Waffe besorgt und sie dann im Tatfahrzeug den hinten sitzenden Männern gereicht, um auf Shakur und Knight zu schießen.

Viele Zeugenaussagen erwartet

Duane Davis hatte in der Vergangenheit mehrfach behauptet, dass er im Tatfahrzeug gesessen habe, aus dem die Schüsse abgefeuert wurden. Auch in seinen 2019 veröffentlichten Memoiren „Compton Street Legend“ schrieb er über den Vorfall. Der Angeklagte ist der einzige Insasse des Auto, der noch lebt.

Davis war 2023 in Las Vegas festgenommen und unter anderem wegen Mordes mit Gebrauch einer tödlichen Waffe angeklagt worden. Vor Gericht hatte er auf nicht schuldig plädiert. Im Fall einer Verurteilung droht dem 63-jährigen Verdächtigen eine lebenslange Gefängnisstrafe.

Im Laufe des Verfahrens sollen unter anderem Polizisten, Augenzeugen, Angehörige und möglicherweise auch der Angeklagte aussagen. Die Mordwaffe wurde nie gefunden.

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Dr. Heinrich Krämer
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