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Startseite»Politik»Marktbericht: Noch hält die 26.000er-Marke im DAX
Politik

Marktbericht: Noch hält die 26.000er-Marke im DAX

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 19, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Marktbericht

Stand: 19.08.2026 • 07:31 Uhr

Die Sorgen von Investoren werden größer. Das liegt vor allem am US-Anleihenmarkt. Dort steigen die Renditen immer weiter. Das belastet vor allem Tech-Aktien.

Besorgte Blicke an die Anleihenmärkte: Für US-Staatsanleihen mit 30 Jahren Laufzeit werden so hohe Zinsen fällig wie seit 20 Jahren nicht. Damit wird das Schuldenmachen teurer. Das belastet vor allem Tech-Werte, die ihr Wachstum stark über Kredite finanzieren.

Entsprechend groß waren denn auch die Verluste an den US-Börsen am Dienstag. Vor allem Chip-Aktien verloren an Wert. Der technologielastige Nasdaq Composite gab insgesamt 1,3 Prozent nach. Der S&P 500 sank um vergleichsweise moderate 0,7 Prozent. Kursverluste häuften sich auch an Asiens Märkten.

Für den DAX erwartet der Broker IG zur Stunde einen leichteren Handelsauftakt. Am Dienstag war Deutschlands wichtigster Börsenindex mit einem Minus von 0,8 Prozent bei 26.128 Punkten aus dem Handel gegangen.

Steigende Anleihezinsen und die problematische Lage in Nahost hielten den Risikoappetit der Anleger gering, erklärte Marktexperte Stephen Innes. Gerade Technologiewerte sind sehr zinssensitiv, unter anderem aufgrund hoher, meist fremdfinanzierter Investitionen.

Ein Vorteil für die Branche könne allerdings sein, dass sich die besonders zittrigen Hände bereits im Kursrutsch im Juli verabschiedet haben dürften. Im Juli hatten weltweite Sorgen, inwieweit und vor allem wann sich die Milliarden-Investitionen in KI auszahlen würden, die Aktienmärkte auf Talfahrt geschickt.

Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst von der Consorsbank sieht Anleihen als neue alte Konkurrenz für den Aktienmarkt: „Hohe Renditen dürften die Zahlungsbereitschaft für Aktien begrenzen, da Anleger jetzt ernsthafter über Anleihen im Depot nachdenken werden. Die Konkurrenz für Aktien durch Anleihen ist real.“

Mit dem allmählichen Abebben der Berichtssaison stehen nur noch wenige Bilanzen auf dem Terminkalender. Heidelberger Druckmaschinen als wichtiger Vertreter des deutschen Maschinenbaus wird berichten. International berichtete DocMorris von weiterem Wachstum im abgelaufenen Quartal.

Wichtiger Taktgeber könnte heute das Protokoll der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) zur letzten Sitzung des Federal Open Market Committees (FOMC) werden. Dieser Ausschuss entscheidet über die Zinsen in den USA. Investoren erwarten hier Hinweise, inwieweit die US-Notenbank zu einer Zinserhöhung bereit ist oder eben nicht.

Der chinesische Roboterhersteller Unitree hat einen rasanten Börsenstart hingelegt. Die Aktie eröffnete heute an der technologielastigen Star-Börse in Shanghai 629 Prozent über dem Ausgabepreis. Anschließend gab der Kurs einen Teil der Gewinne ab. Im Vormittagshandel lag das Plus noch bei rund 500 Prozent. Die Aktie kostete damit immer noch fast sechsmal so viel wie beim Börsengang. Beim Eröffnungskurs wurde Unitree mit umgerechnet rund 57 Milliarden Euro bewertet.

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