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Startseite»Nachrichten»Moderna legen um 180 Prozent zu: Entspannung am Anleihenmarkt hebt die Stimmung an der Wall Street
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Moderna legen um 180 Prozent zu: Entspannung am Anleihenmarkt hebt die Stimmung an der Wall Street

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 19, 2026Keine Kommentare4 Minuten Lesezeit
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Moderna legen um 180 Prozent zuEntspannung am Anleihenmarkt hebt die Stimmung an der Wall Street

Von den jüngsten Fed-Protokolle ließen sich die Anleger nicht die Laune vermiesen. (Foto: REUTERS)

Das US-Finanzministerium reagiert mit Gegenmaßnahmen auf die steigenden Anleihenrenditen – mit Erfolg: Die Renditen der Staatsanleihen geben nach und die Anleger geben ihre Kaufzurückhaltung bei Aktien auf. Moderna-Papiere gehen nach Berichten über Fortschritte bei einer Krebstherapie durch die Decke.

Die US-Börsen haben am Mittwoch etwas fester geschlossen. Sinkende Renditen bei Staatsanleihen kurbelten die Risikobereitschaft der Anleger an. Ein Kurssprung von fast 180 Prozent bei den Aktien des Impfstoffherstellers Moderna trieb auch viele andere Werte aus dem Gesundheitssektor an. Alle drei Indizes schlossen 0,2 Prozent fester. Der US-Standardwerteindex Dow Jones stand damit bei 53.463 Punkten, der technologielastige Nasdaq bei 26.331 Zählern und der breit gefasste S&P 500 bei 7708 Stellen.

Auf das Protokoll der Juli-Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve reagierten die Anleger kaum. Dabei wurde darin eine zunehmende Besorgnis über die Inflation deutlich und mehrere Entscheidungsträger zeigten sich bereit, die Zinsen anzuheben. Viele sagten, eine Zinserhöhung sei notwendig, falls die Inflation nicht auf das 2-Prozent-Ziel der US-Notenbank zurückgehen sollte.

Dafür gab es Entspannung bei den Anleihen: Einen Tag, nachdem die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe ihren höchsten Stand seit 2007 erreicht hatte, fiel sie am Mittwoch ebenso wie die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe. Zuvor hatte das US-Finanzministerium angekündigt, das Volumen der Rückkaufmaßnahmen zur Liquiditätsunterstützung für längerfristige Anleihen zu verdoppeln. „Die risikofreudigen Anleger versuchen, sich an der Rettungsleine festzuhalten, die Finanzminister Bessent geworfen hat“, sagte Carol Schleif, Chefmarktstrategin bei BMO Private Wealth. Sie wies darauf hin, dass risikoreichere Anlagen, darunter Technologieaktien, in den letzten Tagen angesichts steigender Anleiherenditen Abverkäufe verzeichnet hatten.

Sorgen über die explodierende Staatsverschuldung und die steigende Inflation hatten die weltweiten Anleiherenditen am Dienstag auf Mehrjahreshochs getrieben. Die staatliche Unterstützung habe die Anleger erleichtert, erklärte Schleif. Höhere Zinsen könnten potenziell den KI-Handel beeinträchtigen, da Technologieunternehmen Anleihen und Aktien ausgeben und ihre eigenen Barmittel zur Finanzierung des Baus von Rechenzentren für KI nutzten.

Im Verlauf des Handelstages gaben die Aktienindizes höhere Gewinne aus dem frühen Handel weitgehend ab. Jim Baird, Chief Investment Officer bei Plante Moran Financial Advisors, erklärte das mit Gewinnmitnahmen nach der anfänglichen Rally. Schließlich sei das längerfristige Problem höherer Zinsen nicht vom Tisch.

Moderna legten kräftig zu, nachdem das Unternehmen bekannt gegeben hatte, dass seine gemeinsam mit Merck entwickelte personalisierte mRNA-Krebstherapie in einer Studie im fortgeschrittenen Stadium das Risiko eines Wiederauftretens und einer Ausbreitung von Melanomen senkt. Auch Aktien von Merck verzeichneten einen Kurssprung und waren der größte Gewinner im Blue-Chip-Index Dow. Die Kursrallye von Moderna beflügelte andere Firmen aus dem Gesundheitssektor wie Novavax und Biontech.

Verluste bei den Halbleiterwerten

Die S&P-500-Aktien aus dem Bereich Informationstechnologie gaben im Laufe des Handelstages nach, wobei Chip-Aktien die Verluste anführten. Marvell Technologies legten jedoch zu, nachdem das Unternehmen bekannt gegeben hatte, dass es bei der Entwicklung der stark nachgefragten maßgeschneiderten Chips von Google mitwirken werde und dem Suchmaschinenriesen das Recht eingeräumt habe, eine Beteiligung im Wert von potenziell 12,2 Milliarden US-Dollar zu erwerben.

Aktien von Target stiegen, nachdem der Einzelhändler seine Jahresumsatzprognose angehoben hatte. Der Einzelhänder Lowe’s legte zu, obwohl das Unternehmen seine Prognose für das Umsatzwachstum gesenkt hatte. Estée Lauder schossen in die Höhe, nachdem der Kosmetikhersteller einen Jahresgewinn prognostiziert hatte, der über den Schätzungen der Wall Street lag.

Der Ölpreis stieg weiter, die Sorte Brent kostet inzwischen 91,40 Dollar. Hintergrund ist die unklare Entwicklungen im Nahen Osten. US-Präsident Donald Trump erklärte, es gebe keine Gespräche mit dem Iran und betonte, die Straße von Hormus sei offen. Der Iran erklärte indes, die Meerenge sei für die Schifffahrt weiterhin gesperrt.

Was heute sonst noch an den Börsen los war, lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, ino/rts

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Dr. Heinrich Krämer
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