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Startseite»Politik»Nordrhein-Westfalen: Waldbrand in Hürtgenwald bei Aachen endgültig gelöscht
Politik

Nordrhein-Westfalen: Waldbrand in Hürtgenwald bei Aachen endgültig gelöscht

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 20, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 20.08.2026 • 20:46 Uhr

Der Kampf gegen die Flammen ist vorüber: Im Hürtgenwald sind auch die letzten Feuer und Glutnester gelöscht. Der größte Waldbrand der NRW-Geschichte ist vorbei.

Der Bürgermeister von Hürtgenwald und die Feuerwehr haben den Einsatz beim Waldbrand im Hürtgenwald offiziell für beendet erklärt. Nach Angaben der Feuerwehr sind sowohl die offenen Feuer als auch sämtliche Glutnester vollständig gelöscht. Der Brand, der vor einer Woche ausgebrochen war, hatte sich zum größten Waldbrand in der Geschichte Nordrhein-Westfalens entwickelt.

Betroffen waren rund 300 Hektar Waldfläche im Kreis Düren. Zeitweise waren mehr als 1.800 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW, Bundeswehr, Polizei und weiteren Organisationen im Einsatz. Sie kämpfen gegen einen Wipfelbrand, bei dem sich das Feuer schnell durch die oberen Baumkronen statt nur am Waldboden ausbreitet.

So dramatisch sah der Brand im Hohen Venn aus der Luft aus.

Auch wurden die Löscharbeiten durch die Munitionsbelastung des Geländes aus dem Zweiten Weltkrieg erheblich erschwert, weshalb viele Bereiche nicht direkt betreten werden konnten. Stattdessen kamen Löschhubschrauber, Schneisen und spezielle Taktiken zur Eindämmung der Flammen zum Einsatz.

Nach Waldbrand: Aufatmen bei evakuierten Einwohnern von Gey

Besonders angespannt war die Lage im Ortsteil Gey. Rund 2000 Einwohnerinnen und Einwohner mussten vorsorglich ihre Häuser verlassen, weil sich das Feuer zeitweise bis auf 15 Meter an die Ortschaft angenähert hatte. Nachdem die Einsatzkräfte eine Ausbreitung auf den Ort verhindern konnten, durften die Menschen zurückkehren.


  • So geht es den Menschen nach dem Waldbrand
    Pfeil rechts

Die zurückliegende Woche war ein Ausnahmezustand für die Bevölkerung. Viele Betroffene berichteten von großer Unsicherheit und Sorge um ihre Häuser, zugleich aber auch von einer außergewöhnlichen Solidarität und Hilfsbereitschaft durch Einsatzkräfte, Landwirte und Freiwillige.

Alle helfen mit: Tagelanger Großeinsatz im Hürtgenwald endet

Große Solidarität kam während der besonderen Situation zum Vorschein. Dutzende Menschen leisteten Hilfe auf ganz verschiedene Weisen: Caterer brieten Würstchen, Landwirte schleppten Wasser in den Wald, Anwohner bemalten große Schilder mit einfachen, aber warmen Worten. „Was von diesen Tagen bleiben wird“, so schreibt Bürgermeister Stephan Cranen später, „ist die Erfahrung, dass wir uns in Hürtgenwald aufeinander verlassen können.“


  • Wie die restlichen Flammen gelöscht wurden
    Pfeil rechts

In den vergangenen Tagen hatte sich die Lage in der Region schrittweise entspannt. Der Kreis Düren meldete Anfang der Woche, dass der Brand unter Kontrolle sei und die Zahl der Einsatzkräfte deutlich reduziert werden konnte. Anschließend konzentrierten sich Feuerwehr und Fachkräfte darauf, verbliebene Bodenfeuer und Glutnester aufzuspüren und abzulöschen. Dafür kamen unter anderem Fußtrupps, Drohnen und Wärmebildtechnik zum Einsatz.

Mit der Bestätigung, dass nun weder offene Flammen noch Glutnester vorhanden sind, endet ein tagelanger Großeinsatz im Hürtgenwald.

Sendung: WDR 2, WDR aktuell, 20.08.2026, 19 Uhr

Westdeutscher Rundfunk

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Dr. Heinrich Krämer
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