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Startseite»Politik»Hacker fordern Lösegeld nach Angriff auf Berliner Landesnetz
Politik

Hacker fordern Lösegeld nach Angriff auf Berliner Landesnetz

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 28, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 28.08.2026 • 16:15 Uhr

Nach dem Hackerangriff auf das Berliner Landesnetz ist eine Lösegeldforderung eingegangen. Das bestätigte Berlins Regierender Bürgermeister Wegner. Über Menge und Art der abgeflossenen Daten gibt es noch keine Informationen.

  • Beim Land Berlin ist nach einem Hackerangriff auf das Landesnetz eine Lösegeld-Forderung eingegangen
  • Höhe der Lösegeldforderung ist unbekannt
  • mindestens seit dem 7. August Daten waren Daten aus dem Berliner Landesnetz abgeflossen

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat bestätigt, dass Berlin nach dem Hackerangriff auf das Landesnetz erpresst wird. Das Land Berlin lasse sich aber nicht erpressen, sagte Wegner nach einer Sondersitzung des Senats am Freitag. Zuvor hatte der rbb am Donnerstag aus mehreren Quellen erfahren, dass eine Lösegeldforderung an das Land Berlin eingegangen war. Wie hoch die Summe ist, wurde zunächst nicht bekannt.

Gegen die mutmaßlichen Täter des Hackerangriffs ermitteln das Landeskriminalamt und die Berliner Staatsanwaltschaft in enger Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden des Bundes. Zu der Frage, welche und wie viele Daten abgeflossen sind, machte die Senatskanzlei keine Angaben. Wegner sagte jedoch in einer Pressekonferenz am Freitagnachmittag, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass auch personenbezogene Daten betroffen seien. Bei der gleichen Pressekonferenz sagte Innensenatorin Iris Spranger (SPD), der für Wahlen wichtige Teil des Berliner Landesnetzes sei bereits „zu 100 Prozent“ abgesichert. „Nach jetzigem Stand sind dort keinerlei Daten abgeflossen und die Wahlumgebung ist sicher nach Angaben unserer Sicherheitsbeauftragten“, so Spranger. Nach den bisherigen forensischen Untersuchungen hatte sich herausgestellt, dass mindestens seit dem 7. August Daten aus dem Berliner Landesnetz abgeflossen waren. Ob der Hackerangriff noch davor passierte, werde weiter untersucht.

Sensible, personenbezogene Daten abgeflossen

Am Mittwoch hatte die Senatskanzlei bekanntgegeben, dass die Hacker früher in das Landesnetz eingedrungen waren als bisher bekannt. Mindestens eine Woche vor Entdeckung seien Daten abgeflossen, erklärte Digitalstaatssekretär Florian Hauer. Darunter seien wohl auch sensible, personenbezogene Daten gewesen. Bereits ab dem 7. August seien die Hacker in das Netz der Verkehrsverwaltung eingedrungen. Womöglich sind auch davor schon Daten abgeflossen. Am 14. August, also eine Woche später, wurden die Senatsverwaltungen für Verkehr und die für Stadtentwicklung aus Sicherheitsgründen vom restlichen Landesnetz abgekoppelt. Nach rbb-Informationen ist es der größte Cybervorfall, den das Land Berlin bisher erlebt hat.

Welche Daten genau abgeflossen sind, ist nicht bekannt

Der Staatssekretär für Digitalisierung, Florian Hauer, hatte noch am Montag gesagt, nach seinem Kenntnisstand seien keine sensiblen, also zum Beispiel personenbezogenen Daten, abgeflossen oder solche mit Bezug zu kritischer Infrastruktur. Am Mittwoch teilte die Senatskanzlei jedoch mit, dass das nicht ausgeschlossen sei.

Welche Daten genau abgeflossen sind, ist weiter nicht bekannt. Ein Notfallstab tagt, eine US-Spezialfirma scannt das Berliner Landesnetz. Die Untersuchungen sollen noch einige Monate dauern.

Sendung: rbb|24, 27.08.2026, 22:45 Uhr Audio: rbb|24, 27.08.2026, Angela Ulrich

Rundfunk Berlin-Brandenburg

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