Im russischen Krieg gegen die Ukraine halten die Luftangriffe auf beiden Seiten unvermindert an: Russland attackierte erneut den Großraum Kiew. Mindestens 27 Menschen starben. Auch die Ukraine flog Angriffe.
Bei einem weiteren russischen Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadtregion Kiew sind in der Nacht mindestens 27 Menschen getötet worden. 42 weitere wurden verletzt, wie der der Gouverneur der Region, Tymur Tkatschenko, im Kurznachrichtendienst Telegram mitteilte. Die Opferzahl könne noch steigen. Aus dem betroffenen Gebiet im Bezirk Butscha würden zudem mehr als 380 Menschen in Sicherheit gebracht.
Bei dem Angriff in dem Dorf Myla seien außerdem mindestens 50 Gebäude beschädigt worden. Zudem sei ein Feuer ausgebrochen, das sich auf Häuser und ein Restaurant ausbreitete. Der Angriff galt offenbar einem Munitionslager. Es habe mehrere Explosionen gegeben. Da sich das Depot in einem Wohngebiet befand, wurden offenbar Strafverfahren eingeleitet.
Auch Angriffe in Odessa
Russlands Präsident Wolodymyr Selenskyj meldete erhebliche Schäden an der Infrastruktur: „Wohnhäuser sowie ein Senioren- und Behindertenheim wurden beschädigt“, schrieb er bei Telegram. Es ist bereits der dritte Tag einer russischen Angriffswelle im Raum Kiew.
Auch im Süden der Ukraine gab es russische Attacken. Im Gebiet Odessa wurde dabei mindestens ein Mensch getötet, drei weitere wurden verletzt. Zudem brannten mehrere Getreidetransporter.
Ukraine unternimmt erneut Gegenangriffe
Auch die Ukraine unternahm wieder Gegenangriffe auf Russland und die annektierte Halbinsel Krim. Im Gebiet Rostow im Süden sollen mindestens sieben Menschen bei Luftangriffen verletzt worden sein. Auch zwei Kinder sind nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tass ins Krankenhaus gebracht worden.
In der Grenzregion Belgorod kamen Behördenangaben zufolge außerdem drei Menschen ums Leben und neun weitere wurden verletzt. Drei der Verletzten befänden sich in einem ernsten Zustand.
Bei einem weiteren Angriff in Sewastopol auf der Krim sei ein Mensch getötet worden, erklärte der von Russland eingesetzte Gouverneur Michail Raswoschajew auf Telegram. Drei weitere Menschen seien verletzt worden.
Russland führt inzwischen seit viereinhalb Jahren Krieg gegen die Ukraine.
Konfliktparteien als Quelle
Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.
