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Profitieren die Mitglieder?: ADAC muss Beitragserhöhung verschieben

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerOktober 5, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Profitieren die Mitglieder?ADAC muss Beitragserhöhung verschieben

Die Beiträge für ADAC-Mitglieder sollen nach mehreren Jahren steigen – zuletzt war dies 2020 passiert. (Foto: IMAGO/Sven Simon)

Eine noch ausstehende behördliche Auskunft bremst die Pläne des ADAC. Für einen Teil der 22,7 Millionen Mitglieder könnte sich die Verzögerung beim nächsten Jahresbeitrag des Verkehrsclubs bemerkbar machen.

Der ADAC verschiebt seine eigentlich zum 1. Januar geplante Beitragserhöhung. Grund dafür ist, dass eine Auskunft des Bundeszentralamts für Steuern derzeit noch fehlt, wie eine Sprecherin auf Nachfrage sagt. Diese brauche länger als erwartet. Da der Verkehrsclub seine Mitglieder aber mindestens drei Monate im Voraus informieren will, wird die Erhöhung verschoben. Sie soll nun „voraussichtlich innerhalb des ersten Halbjahres erfolgen“.

Konkret steht vom Amt noch eine sogenannte verbindliche Auskunft aus. Diese braucht der ADAC, damit die Erhöhung rechtssicher umgesetzt werden kann. Schon im Mai bei seiner Hauptversammlung hatte der Verkehrsclub die Erhöhung nur unter Vorbehalt beschlossen, weil die Auskunft ausstand.

Ob Mitglieder von der verzögerten Erhöhung profitieren, hängt davon ab, wann sie ihre Rechnung bekommen. In der Regel geschieht dies in dem Monat, in dem sie Mitglied wurden. Zumindest diejenigen, die einst im Januar beitraten, sparen dieses Jahr also noch. Dauert es bis zur verbindlichen Auskunft noch länger, verschiebt sich die Erhöhung wegen der angestrebten Vorwarnfrist von drei Monaten entsprechend weiter nach hinten.

Für den ADAC mit seinen zuletzt 22,7 Millionen Mitgliedern bedeutet die Verschiebung, dass er weniger Geld einnimmt als geplant. Da die meisten Rechnungen aber im Sommer fällig werden, fallen die Einbußen etwas niedriger aus.

Die Beiträge für ADAC-Mitglieder sollen nach mehreren Jahren steigen – zuletzt war dies 2020 passiert. Je nach Art der Mitgliedschaft steigen die Preise dem Verkehrsclub zufolge bei Einzelmitgliedern um 10 Euro bis 35 Euro im Jahr, bei Tarifen für mehrere Personen kann es auch mehr sein. Bisher liegen die Preise für eine ADAC-Einzelmitgliedschaft zwischen 54 und 139 Euro pro Jahr. Als Grund für die Anpassung nennt der Verkehrsclub gestiegene Kosten.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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