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Startseite»Betrugsmaschen»Meta AI: Was bringt der Löschbefehl /reset-ai?
Betrugsmaschen

Meta AI: Was bringt der Löschbefehl /reset-ai?

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerOktober 13, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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💬Wie schützt man seine Daten im digitalen Alltag? Antworten finden Sie im Leitfaden Datenschutz im Alltag.

Meta AI kann persönliche Gesprächsdetails behalten, ohne dass du ausdrücklich „Merke dir das“ schreibst. Meta beschreibt dafür eine Erinnerungsfunktion und bietet auch Löschmöglichkeiten an. Doch „Chat zurückgesetzt“ bedeutet nicht automatisch „Alle Daten über mich sind weg“. Für die Kontrolle deiner Angaben kommt es darauf an, welche Kopie gelöscht wird – und ob eine Bestätigung der KI tatsächlich hält, was sie verspricht.

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Was Meta AI sich merken kann

In einer Mitteilung vom 27. Jänner 2025 erklärt Meta, dass die KI wichtige Details aus dem Gesprächskontext übernehmen kann. Wer etwa erwähnt, vegan zu leben, kann später entsprechende Rezeptvorschläge erhalten. Die damalige Einführung nennt Facebook, Messenger und WhatsApp in den USA und Kanada. Sie betrifft direkte Gespräche mit der KI, keine Gruppenchats. Diese Ankündigung allein belegt keine heutige Verfügbarkeit derselben Erinnerungsfunktion in Österreich oder Deutschland.

Zusätzlich beschreibt Meta eine Personalisierung anhand von Profilangaben und Aktivitäten. Eine Antwort auf „Was weißt du über mich?“ verrät deshalb nicht zuverlässig, woher jede Angabe stammt. Sie ist auch kein vollständiger Datenauszug des Unternehmens. Meta warnt selbst davor, dass KI-Antworten erfundene Informationen enthalten können.

Ein KI-Chat oder alle KI-Chats: So beschreibt Meta den Reset

Metas deutschsprachige Anleitung nennt Messenger, Instagram und WhatsApp. Für einen einzelnen Chat öffnest du die Unterhaltung mit der KI, gibst /reset-ai ein und sendest den Befehl ab. Für alle KI-Chats innerhalb derselben App nennt Meta /reset-all-ais. Diesen Befehl sendest du ebenfalls in einem direkten KI-Chat; er umfasst laut Anleitung auch die KI-Chats in Gruppen.

Nach Metas Beschreibung werden dabei die Nachrichten und Details aus dem Chat gelöscht, die der KI vorliegen. Deine eigene Nachrichtenkopie bleibt erhalten. Umgekehrt reicht es laut Meta in WhatsApp nicht, den Chat bloß aus deiner Chatliste zu löschen: Für das Entfernen der Informationen bei Meta ist der Zurücksetzen-Befehl vorgesehen.

Meta Privacy Center erklärt die Befehle /reset-ai und /reset-all-ais sowie den Unterschied zwischen der KI-Kopie und der eigenen Nachrichtenkopie.
Meta beschreibt den Löschumfang öffentlich: Die KI-Kopie der Nachrichten und Chatdetails soll entfernt werden, die eigene Kopie bleibt. Screenshot der vorgelegten Meta-Anleitung.

Warum eine Löschbestätigung noch kein Nachweis ist

Der SWR3 berichtete am 9. Jänner 2026 von einem Gegenbeispiel: Technikjournalist Jo Bager habe nach einer Löschbestätigung weiterhin frühere Gesprächsinhalte abfragen können. Das ist ein relevanter Erfahrungsbericht. Aus dem veröffentlichten Text lässt sich jedoch nicht abschließend feststellen, welche Datenquelle die Antworten ermöglichte oder ob die Funktion grundsätzlich versagt. Die dortige Aussage, der Löschumfang sei nicht offiziell beschrieben, passt zudem nicht zur vorliegenden Meta-Anleitung.

Für unseren Faktencheck unterscheiden wir deshalb zwischen Metas dokumentierter Zusage und einer unabhängig nachgewiesenen Löschung. Wir haben die serverseitige Löschung nicht selbst überprüft. Auch ein Reset belegt weder die Entfernung sämtlicher Kontodaten noch das Rückgängigmachen eines bereits erfolgten KI-Trainings. Er ist außerdem keine Zusage, dass spätere Gespräche ohne erneute Speicherung bleiben.

Ein Widerspruch gegen die Verwendung von Daten für KI-Training ist ein eigener Vorgang. Meta beschreibt für die EU einen separaten Formularweg; der hier gezeigte Dialog zum Zurücksetzen ist dieses Formular nicht. Für Nutzer bleibt damit eine konkrete Datenschutzfrage: Wie gut lässt sich erkennen, welche Angaben gespeichert werden und was nach dem Löschen tatsächlich übrig bleibt?

UNTERNEHMEN

Meta

14. April 2025; aktualisiert am 27. März 2026

UNTERNEHMEN

Meta Privacy Center

Ohne Datumsangabe; anhand des vorgelegten Screenshots geprüft

Tom Wannenmacher bei Mimikama, engagiert in der Aufklärung.

Tom Wannenmacher

Tom Wannenmacher ist Gründer und Chefredakteur von Mimikama, Österreichs führender Faktencheck-Organisation. Seit 2011 kämpft er gegen Desinformation und Internetbetrug.

Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise) Welche Quellen wir verwenden und was für uns kein Beleg ist, steht auf unserer Quellenseite.

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