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Startseite»Nachrichten»30 Jahre nach Schüssen in Vegas: 40 Jahre Haft für Drahtzieher des Mords an Rapper Tupac Shakur
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30 Jahre nach Schüssen in Vegas: 40 Jahre Haft für Drahtzieher des Mords an Rapper Tupac Shakur

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerOktober 13, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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30 Jahre nach Schüssen in Vegas40 Jahre Haft für Drahtzieher des Mords an Rapper Tupac Shakur

Der verurteilte Duane Davis wird in Handschellen abgeführt. (Foto: John Locher/Pool AP via AP)

Im September 1996 wird der Rapper Tupac in einem Auto in Las Vegas angeschossen und stirbt wenig später. Lange fehlen der Staatsanwaltschaft ausreichende Beweise, um den Auftraggeber anzuklagen. Doch dann werden einem Gang-Anführer die eigenen Aussagen zum Verhängnis.

Gut 30 Jahre nach dem Mord an US-Rapper Tupac Shakur ist der frühere Gang-Anführer Duane Davis zu 40 Jahren Haft verurteilt worden. In einem Prozess in Las Vegas hatten es die Geschworenen zuvor als erwiesen angesehen, dass der mittlerweile 63-Jährige als Drahtzieher für den Tod des Rappers verantwortlich war.

Richterin Carlin Kierny verkündete das Strafmaß in Las Vegas (US-Bundesstaat Nevada) – rund sechs Wochen nachdem Geschworene einen Schuldspruch verhängt hatten. Davis, der in Handschellen vor Gericht erschien, erklärte gemeinsam mit seinem Anwalt, dass er in Berufung gehen werde.

Tupac Shakur war einer der einflussreichsten und erfolgreichsten Rapper der 1990er Jahre und gilt bis heute für den Hip-Hop als eine prägende Figur. Der für Hits wie „California Love“ und „Changes“ bekannte Musiker verkaufte weltweit Millionen Platten. Der damals 25 Jahre alte Rapper wurde am 7. September 1996 in einem Auto in Las Vegas angeschossen und starb sechs Tage später im Krankenhaus.

Davis wurde in dem Prozess nicht beschuldigt, selbst auf Shakur geschossen zu haben. Die Staatsanwaltschaft sah in dem früheren Anführer der Straßengang South Side Compton Crips vielmehr den Drahtzieher des tödlichen Angriffs im Umfeld rivalisierender Gruppen. Nach Darstellung der Anklage organisierte Davis die Vergeltungsaktion und beschaffte die Waffe. Nach dem Recht des Bundesstaates Nevada kann auch jemand wegen Mordes verurteilt werden, der anderen bei der Tat hilft.

Der frühere Gang-Anführer war 2023 in Las Vegas festgenommen und unter anderem wegen Mordes mit Gebrauch einer tödlichen Waffe angeklagt worden. Er plädierte auf nicht schuldig.

Verurteilter nur ein Lügner und Angeber?

Lange fehlten ausreichende Beweise, um den Fall vor Gericht zu bringen. Am Ende hätten unter anderem Davis‘ eigene Worte die Untersuchungen weitergebracht, erklärte die Polizei.

Davis hatte mehrfach öffentlich darüber gesprochen, dass er in dem weißen Cadillac gesessen habe, aus dem die Schüsse auf Shakur abgefeuert worden seien. Er sei der einzige Insasse, der noch lebe, gab er in Interviews und in seiner Autobiografie an. Die tödlichen Schüsse habe sein Neffe abgegeben, sagte er 2008 in einem Verhör.

Um die früheren Äußerungen zu entkräften, hatte Verteidiger Michael Sanft seinen Mandanten in dem Prozess als Lügner und Angeber dargestellt. Dieser habe viele Dinge erfunden, um daraus Kapital zu schlagen. Physische Beweismittel dafür, dass Davis tatsächlich am Tatort war, gab es in dem Verfahren nicht.

Quelle: ntv.de, dsc/dpa

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