Straßen vielerorts überflutetStarkregen setzt Istanbul unter Wasser
Heftige Regenfälle legen den Verkehr in Istanbul lahm und lösen mehr als 1000 Notrufe aus. Tausende Einsatzkräfte kämpfen gegen Überschwemmungen und Erdrutsche. Fahrgäste retten sich auf Busdächer, für einen 14-Jährigen endet das Unwetter tödlich.
Starke Regenfälle in Istanbul haben vielerorts in der Millionenmetropole zu Überschwemmungen geführt. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, füllten sich in vielen Stadtteilen Straßen und Unterführungen mit Wasser; in einigen Stadtteilen kam es zu Erdrutschen, Fahrzeuge blieben auf den überfluteten Straßen stecken. Auch in Erdgeschoss- und Kellerwohnungen sei in einigen Bezirken Wasser eingedrungen.
Das Gouverneursamt von Istanbul erklärte auf X, bis zum Mittwochabend seien mehr als 1000 Notrufe eingegangen, bei denen unter anderem Überflutungen, Erdrutsche und Baumumstürze gemeldet wurden. Der Gouverneur Davut Gül hat außerdem den Schulunterricht in Präsenz für Donnerstag ausgesetzt. Auch der Gebrauch von zweirädrigen Fahrzeugen wurde ab Mittwochabend untersagt. Insgesamt seien rund 8000 Einsatzkräfte sowie 2000 Fahrzeuge und Arbeitsgeräte im Einsatz, schrieb das Gouverneursamt.
Im Stadtteil Sariyer kletterten einige Fahrgäste eines Busses auf das Dach des Fahrzeugs, in dem sie aufgrund des Hochwassers festsaßen. Auch andere Fahrzeuge blieben stecken, wie Anadolu meldete. Auf Videos waren zahlreiche Autos und Busse zu sehen, um die das Wasser stark angestiegen war.
Im Bezirk Fatih auf der europäischen Seite Istanbuls starb ein 14-Jähriger, nachdem er von einem Stromschlag in einer Pfütze getroffen wurde. Wie das Gouverneursamt auf X mitteilte, wurde der Junge ins Krankenhaus gebracht, konnte dort aber nicht gerettet werden. Untersuchungen seien eingeleitet worden.
