CDU-Politiker fährt LastenradHendrik Wüst zieht wegen Baby aufs Klappsofa um
Hendrik Wüst ist im Frühjahr zum zweiten Mal Vater geworden. Das hat auch Auswirkungen auf sein Schlafverhalten. Manchmal zieht es den 51-Jährigen daher aus dem Ehebett auf eine alternative Schlafmöglichkeit. Die wöchentliche „Date Night“ kriegt für den CDU-Politiker auch eine ganz neue Bedeutung.
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst wechselt daheim im münsterländischen Rhede nachts schon mal auf das Schlafsofa. Seine sieben Monate alte Tochter sei nachts lebhafter als damals ihre heute fünf Jahre alte große Schwester, sagte der CDU-Politiker in der „NDR Talk Show“ mit mehreren prominenten Gästen. „Die ersten sechs Wochen habe ich gedacht, verflixt, das ist ein Sport für jüngere Männer und für Leute, die irgendwie etwas geregeltere Arbeitszeiten haben wie ich.“
Seine Frau habe schon vor der Geburt der zweiten Tochter klug und umsichtig ein Klappsofa bestellt. Dahin ziehe er in der Nacht manchmal um, schilderte der 51-Jährige. Einmal im Monat nehme er sich ein Wochenende komplett frei für seine Familie – und dazu noch möglichst einen Abend in der Woche.
Früher sei das die „Date Night“ mit seiner Frau gewesen. „Seit die Kinder da sind, heißt es ‚Abendbrot mit meiner Frau‘.“ Die ältere Tochter bringe er morgens mit dem Lastenfahrrad gerne in die Kita.
In der Frage, wer Bundeskanzler Friedrich Merz einmal nachfolgen könnte, gilt Wüst als einer der aussichtsreichsten Kandidaten. Als Moderatorin Bettina Tietjen in der Runde am späten Freitagabend wissen wollte: „Wenn die K-Frage kommt, mit wem werden Sie sich beraten, ob Sie es machen sollen oder nicht?“, antwortete Wüst knapp, mit seiner Frau.
Wüst ist seit 2021 Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens, im kommenden April sind Landtagswahlen in dem Bundesland. Jüngste Umfragen sehen die Konservativen im bevölkerungsreichsten Bundesland bei maximal 29 Prozent. Das würde einen deutlichen Verlust zur letzten Landtagswahl im Jahr 2022 bedeuten. Derzeit regiert die CDU in Düsseldorf in einer Koalition mit den Grünen.
