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Startseite»Nachrichten»Plan in Auftrag gegeben: Sorge vor Bankensanktionen – Netanjahu erwägt Kryptowährungen
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Plan in Auftrag gegeben: Sorge vor Bankensanktionen – Netanjahu erwägt Kryptowährungen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerOktober 24, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Plan in Auftrag gegebenSorge vor Bankensanktionen – Netanjahu erwägt Kryptowährungen

Mehrere Staaten haben Sanktionen gegen israelische Siedler, Organisationen und einzelne Regierungsmitglieder in Kraft gesetzt. (Foto: picture alliance/dpa/Pool Reuters)

Israel muss sich laut Ministerpräsident Netanjahu auf ein Wirtschaftssystem vorbereiten, in dem Finanztransaktionen am klassischen Bankensystem vorbeigeleitet werden. Als Option nennt er die Blockchain-Technologie. Doch einem Bericht zufolge birgt der Schritt erhebliche Gefahren.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bereitet nach eigenen Angaben das Land auf mögliche internationale Bankensanktionen vor und zieht dafür den Einsatz von Kryptowährungen in Betracht. Netanjahu sagte am Freitag dem israelischen Sender Channel 10, er habe einen entsprechenden Plan in Auftrag gegeben. Israel müsse sich auf ein Wirtschaftssystem vorbereiten, in dem Finanztransaktionen am klassischen Bankensystem vorbeigeleitet würden. Als eine Option nannte er die Blockchain-Technologie.

Israel gerät nach Angaben westlicher Regierungen vor allem wegen seiner Besatzungs- und Siedlungspolitik im Westjordanland sowie dem Vorgehen im Gazastreifen unter Druck. Mehrere Staaten verhängten Sanktionen gegen israelische Siedler, Organisationen und einzelne Regierungsmitglieder. Außerdem beschlossen sie Maßnahmen gegen den Handel mit israelischen Siedlungen. Vollständige Beschränkungen gegen das israelische Bankensystem wurden bislang allerdings nicht verhängt.

Die Blockchain-Technologie ermöglicht eine direkte Abwicklung von Finanzgeschäften mit digitalem Geld, ohne dass Geschäftsbanken als Zwischeninstanz benötigt werden. Staaten wie der Iran, Nordkorea, Venezuela und Russland nutzen digitale Vermögenswerte nach Erkenntnissen von Finanzaufsichten, um die Auswirkungen internationaler Wirtschaftssanktionen abzumildern.

Laut der israelischen Tageszeitung „Haaretz“ birgt der Ausschluss vom globalen Finanzsystem für die Wirtschaft des Landes erhebliche Gefahren. Das Blatt verweist darauf, dass die israelische Wirtschaft stark vom globalen Handel und Investitionen abhängig sei. Sie stütze sich auf einen Hightech-Sektor, der über ein stabiles, funktionierendes Bankensystem Geschäfte mit dem Rest der Welt abwickle.

Quelle: ntv.de, are/dpa

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