Fluglotsen greifen einGeisterfahrer-Jet rollt in Frankfurt in falsche Richtung los
Ein Airbus A321 der Pegasus Airlines rollt am Frankfurter Flughafen in die falsche Richtung auf die Piste. Fluglotsen bemerken den Fehler sofort und brechen den Start bei geringem Tempo ab. Die Behörden prüfen nun mögliche Konsequenzen.
Ein Flugzeug der türkischen Pegasus Airlines ist am Frankfurter Flughafen vor dem Abflug nach Istanbul in falsche Richtung auf die Startbahn aufgefahren. Der Start des Airbus A321 wurde kurz darauf bei geringem Tempo (65 km/h) abgebrochen, bestätigte ein Sprecher der Deutschen Flugsicherung (DFS). Die Fluglotsen hätten „das natürlich sofort gesehen“ und die Piloten von der Piste navigiert.
Die Maschine habe am Dienstag eine Freigabe für den Start in südlicher Richtung auf Startbahn 18 bekommen, sei aber an der zugewiesenen Auffahrt in Richtung Norden losgerollt, hatte zunächst das Luftfahrtportal „The Aviation Herald“ berichtet. Danach berichtete auch die „Hessenschau“ darüber.
Der Vorfall sei „wirklich außergewöhnlich“, sagte der Sprecher der DFS. „Das geschieht nicht häufig, schon gar nicht in Deutschland.“ Es habe aber keine akute Gefährdung gegeben, „weil alles rechtzeitig unter Kontrolle war.“
Maschine hebt wenige Minuten später ab
Die DFS habe den Vorfall der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung gemeldet, sagte der Sprecher. Diese werde prüfen, ob eine Untersuchung eingeleitet werde, hieß es aus Braunschweig von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung.
Der Flughafenbetreiber Fraport bestätigte, dass es am Dienstag „einen Vorfall“ gegeben habe – ohne Hintergründe dazu zu nennen. Sieben Minuten nach dem Vorfall sei die Maschine dann problemlos in südlicher Richtung gestartet, schrieb der „Aviation Herald“.
