Verbot auch für Busse und RäderLondoner Oxford Street wird zur Fußgängerzone
Eine der berühmtesten Shoppingmeilen der Welt wird autofrei: Auf der Oxford Street in London sperrt die Stadt ab heute ein Teilstück komplett für den Verkehr. Später soll die Strecke verlängert werden. Damit will London der Straße neues Leben einhauchen.
Die berühmte Londoner Einkaufsstraße Oxford Street wird ab diesem Montag teilweise zu einer Fußgängerzone. Zunächst sind laut der britischen BBC auf einem knapp einen Kilometer langen Teilstück zwischen der Orchard Street und der Great Portland Street keine Autos, Busse, Taxen und Fahrräder mehr erlaubt. Später soll die Strecke verlängert werden. Von dem Projekt erhofft sich die Stadt mehr Besucherinnen und Besucher, Arbeitsplätze und Wachstum.
Bislang galt von Montag bis Samstag bereits ein Fahrverbot zwischen 7 und 19 Uhr mit Ausnahmen für Busse und Taxis. Nun wird die erste Teilstrecke komplett für den Verkehr gesperrt. Auch die Anlieferung von Waren kann dann nur noch zwischen Mitternacht und 7 Uhr stattfinden. An mehreren Stellen sollen Fahrzeuge die neue Fußgängerzone kreuzen können. In der neuen Zone sollen laut der britischen BBC bis zum Frühjahr 2027 mehr als 50 Bäume eingepflanzt sowie Stühle und Bänke aufgestellt werden. Die Sanierung der Straße soll demnach bis April des kommenden Jahres abgeschlossen sein.
„Das ist ein wahrhaft bedeutsamer Moment für die Hauptstadt“, sagte Londons Bürgermeister Sadiq Khan laut einer Mitteilung. Seit Jahrhunderten erfindet sich die Oxford Street laut dem Bürgermeister immer wieder neu und prägt die britische Kultur mit. Nun werde „eine neue Ära für die Straße“ eingeläutet.
Wie die Champs Élysée in Paris oder die Fifth Avenue in New York gehört die Oxford Street zu den bekanntesten Shoppingmeilen weltweit. Sie zählt täglich etwa 500.000 Besucher und Besucherinnen, zu Spitzenzeiten wie etwa zu Weihnachten auch mehr. Allerdings ist ihr Glanz inzwischen etwas verblichen: Einige Lokale stehen leer, in andere sind Billigshops und Souvenirläden eingezogen, die dem exklusiven Image schaden. Das soll sich mit dem rund 150 Millionen Pfund – umgerechnet 178 Mio Euro – teuren Umbau ändern.
