Eingriff hatte FolgenMarianne Sägebrecht ist nach Zahn-OP 18 Kilo leichter
Mit dem Film „Out of Rosenheim“ wird Schauspielerin Marianne Sägebrecht 1987 auch international bekannt. Mit nun 81 Jahren arbeitet sie immer noch. Nach einer Zahn-OP allerdings unter erschwerten Bedingungen.
Marianne Sägebrecht hat infolge einer Zahnbehandlung nach eigenen Angaben rund 18 Kilogramm abgenommen. Bei der Feier zum 80-jährigen Bestehen der CCC Filmstudios in Berlin war nicht zu übersehen, dass die 81-jährige Schauspielerin deutlich an Gewicht verloren hat. Im Gespräch mit der „Bild“-Zeitung verriet Sägebrecht, dass eine offenbar nicht wie geplant gelaufene Zahn-OP schuld an ihrem neuen Äußeren sei.
Eigentlich hätten nur ihre vorderen Zähne fixiert werden sollen, erklärte die Schauspieler im „Bild“-Interview: „Aber als ich aus der Narkose aufwachte, hatte ich vorne noch einen Zahn und hinten einen.“ In der Zeit nach dem Eingriff habe sie kaum etwas essen können und sich vor allem von Suppe mit Kräutern aus eigenem Anbau ernährt. Auf diese Weise seien die Kilos gepurzelt.
Inzwischen trage sie eine Zahnprothese, die Eingewöhnung sei allerdings sehr mühsam gewesen. Zum einen, weil sich die Druckstellen entzündet hätten. Zum anderen habe sie das Sprechen mit der Prothese erst neu lernen müssen. Da die 81-Jährige sich ihre Rente von 1000 Euro mit Lesungen aufstocke, sei so zeitweise sogar ihre größte Einnahmequelle in Gefahr gewesen.
Ihre finanzielle Lage sei auch der Grund gewesen, wieso Sägebrecht Zahnimplantate abgelehnt habe. Diese hätten sie 30.000 Euro gekostet. „Da habe ich gesagt: Spinnt ihr?“, zitiert „Bild“ die Schauspielerin, die auch schon mit Hollywoodstar Michael Douglas für „Der Rosenkrieg“ vor der Kamera stand. Stattdessen habe Sägebrecht die Folgen der Zahn-OP als Schicksal angenommen – und zudem sei sie eh „nicht eitel“.
Kein Gedanke an den Ruhestand
Ans Aufhören denkt Sägebrecht nicht, wie sie „Bild“ gegenüber klarstellt. Sie wolle „bis sie 100 ist“ vor der Kamera stehen. Zuletzt war Sägebrecht im April im ARD-Krimi „Watzmann ermittelt – Die Tränen der Madonna“ zu sehen, der bereits 2025 gedreht worden war. Jüngeren Zuschauern ist sie zudem als warmherzige Nachbarin Beda Andersson aus der Kinderfilmreihe „Pettersson und Findus“ bekannt.
Ihren Weg vor die Kamera fand sie Ende der 1970er-Jahre, als Filmregisseur Percy Adlon ihr Talent entdeckte. Zunächst besetzt er sie in Nebenrollen. 1985 spielt Sägebrecht dann die Hauptrolle in seinem Film „Zuckerbaby“. 1987 folgte „Out of Rosenheim“, mit dem die Schauspielerin international bekannt wurde.
In „Zuckerbaby“ spielt Sägebrecht eine Totengräberin, die gern „Sugar Baby“ von Peter Kraus hört und sich in die Stimme eines Münchner U-Bahn-Fahrers (Eisi Gulp) verliebt. Da ist Marianne Sägebrecht bereits 40 „und nach damaliger Auffassung alt und unförmig“ („Süddeutsche Zeitung“). Trotzdem erobert sie den deutlich schlankeren und jüngeren Mann, der zudem verheiratet ist.
„Out of Rosenheim“ wird der erfolgreichste Film von Percy Adlon, der nicht nur in Deutschland gut läuft, sondern auch in den US-Programmkinos. Marianne Sägebrecht verkörpert Jasmin Münchgstettner, „ein Engel mit bayerisch-barockem Körperumfang und Trachtenhut“ („Süddeutsche Zeitung“). Sie sagt radebrechend, sie käme „out of Rosenheim“ statt „from Rosenheim“ und bringt in der kalifornischen Mojave-Wüste Schwung in das triste Café Bagdad. Dabei verliebt sie sich diesmal (auch wieder erfolgreich) in den Hollywood-Star Jack Palance.
Trotz vieler Angebote aus Hollywood blieb Sägebrecht bei ihren internationalen Rollen wählerisch: „Meine Mutter hat damals mit mir zusammengelebt, ich wollte meine Enkelin aufwachsen sehen. Da bleibe ich doch nicht in Hollywood. Ich nehme nur Rollen an, die sich für mich richtig anfühlen. Ich muss wissen, wer ich bin. Ich gebe ja meine Seele mit rein.“
