Sie machte sich in den 1960er-Jahren einen Namen in Hollywood, wurde mit Golden Globe und Bambi ausgezeichnet. Nun ist die deutsche Schauspielerin Elke Sommer im Alter von 85 Jahren gestorben.
Die international bekannte deutsche Schauspielerin Elke Sommer ist tot. Das berichten mehrere Medien, unter anderem der Bayerische Rundfunk. Demnach starb sie bereits am Mittwoch mit 85 Jahren in ihrem Haus in Bel Air in den USA.
Sommer wurde in Berlin geboren und wuchs in Bayern auf. Entdeckt wurde sie nach einem Schönheitswettbewerb. Ihre erste große Hauptrolle spielte sie 1961 in „Das Mädchen und der Staatsanwalt“. Der mehrfach ausgezeichnete Film wurde auch in die USA verkauft und brachte ihr Filmrollen in Hollywood ein. Für „Der Preis“, in dem sie an der Seite von Paul Newman spielte, erhielt Sommer den Golden Globe als beste Newcomerin.
Sommer tanzt mit Paul Newman im Film „Der Preis“.
Filme mit Alain Delon, Sharon Tate und Dean Martin
1964 spielte sie in der zu den Rosarote-Panter-Filmen zählenden Filmreihe „Ein Schuss im Dunkeln“ eine Hauptrolle. Sommer drehte mit Filmlegenden wie Alain Delon, Sharon Tate oder Dean Martin. Sie gewann zweimal den Bambi und galt damals als Sexsymbol.
Trotz mancher Erfolge unter ihren rund 100 Kinofilmen, einiger Anerkennung als Theaterdarstellerin und auch vielen Fernsehauftritten wie in der „Muppet Show“ blieb der ganz große Durchbruch allerdings aus. Aus der Öffentlichkeit hatte sich Sommer seit vielen Jahren weitgehend zurückgezogen, außer in Los Angeles lebte sie auch im fränkischen Marloffstein, wo sie laut Bild-Zeitung im Grab ihrer Familie beigesetzt werden soll. Im Juli war bereits ihr Ehemann Wolf Walther nach langer Krankheit gestorben.
Weimer und Söder würdigen Sommers Leistungen
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer würdigte Sommer als „eine außergewöhnliche Schauspielerin und eine Botschafterin des deutschen Films in Hollywood“. Sie habe „mit ihrem herausragenden Talent, ihrem Charme und ihrer Eleganz“ Generationen von Menschen „berührt und begeistert“. Sommer sei eine „leidenschaftliche Künstlerin“ gewesen, die sich auch als Malerin und Sängerin einen Namen gemacht habe. „Ihr Lebensweg steht für künstlerischen Mut, Vielseitigkeit und die verbindende Kraft der Kultur.“
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) würdigte Sommer – die er 2019 mit den Bayerischen Verdienstorden auszeichnete – als „wahre Schauspiel-Ikone“. Über Erlangen, Italien und Berlin habe ihr Weg nach Los Angeles geführt – „doch ihre Kindheit und Jugend in Franken hat sie immer fest im Herzen behalten“.
