„Ich war schlecht“
Zverevs erstes Match als Nummer 1 missrät komplett
Alexander Zverev ist seit wenigen Tagen die Nummer 1 der Tenniswelt. Auf seinen ersten Sieg als Weltranglistenerster muss der Deutsche jedoch vorerst noch warten. Beim Masters in Paris kassiert er gleich zum Auftakt eine Niederlage.
Nach der verkorksten Premieren-Partie als Weltranglistenerster schlich Alexander Zverev gefrustet aus der Halle, der US-Open-Sieger ist seiner neuen Rolle beim ATP-Masters in Paris nicht gerecht geworden. Gegen den wiedererstarkten Lorenzo Musetti aus Italien verlor Zverev sein Auftaktmatch überraschend mit 6:7 (5:7), 2:6.
Für den Hamburger war es zwei Tage nach seinem Sprung auf Platz eins des ATP-Rankings ein herber Dämpfer. Der Turniersieger von 2024 verpasste nach einer am Ende enttäuschenden Leistung im neunten Anlauf beim Hallen-Masters erst zum zweiten Mal das Achtelfinale.
Nach dem Match war der Deutsche bedient: „Um es einfach auszudrücken: Er hat wirklich gut gespielt und ich habe wirklich schlecht gespielt“, sagte Zverev. Es sei einer seiner schlechtesten Auftritte der vergangenen Monate gewesen. „Ich war schlecht. Das ist ganz einfach, es gibt keine Ausreden.“
„Dass ich länger Nummer 1 bin“ – Zverev stichelt gegen Becker
Noch vor der Partie hatte Zverev, der nie an sein Topniveau herankam, erklärt, dass die Müdigkeit, die ihn durch die Turniere in Asien begleitet hatte, kein Thema mehr sei. Jan-Lennard Struff ist somit der einzig verbliebene deutsche Profi im Feld, er trifft später am Mittwoch auf den Argentinier Thiago Agustín Tirante.

Glückwünsche von Legende berühren Zverev
Bereits am Montag war Zverev, der die laufende Saison auf dem Spitzenplatz des ATP-Rankings beenden wird, auf dem Court in der Halle im Pariser Vorort Nanterre geehrt worden. Der 29-Jährige erhielt einen Pokal und holte sich prominente Glückwünsche in einer Videobotschaft ab. Unter anderem Sandplatzexperte Rafael Nadal, aber auch Zverevs Vorgänger Jannik Sinner bedachten den Deutschen mit warmen Worten.
„Einfach Wahnsinn“
„Das ist natürlich ein Super-Gefühl, einfach Wahnsinn, Nummer eins der Welt zu sein“, betonte Zverev bei Sky vor dem Match gegen Musetti, der ihm im Olympiaturnier 2024 ebenfalls in Paris aus dem Turnier geworfen hatte. Musetti hat sich zuletzt nach einem komplizierten Jahr voller Verletzungen, das er als Weltranglistenachter begonnen hatte, langsam wieder nach oben gekämpft.
Auch gegen Zverev startete der Italiener, der drei der vergangenen fünf direkten Duelle gewonnen hatte, gut. Er gestaltete die Partie auf Augenhöhe und als Zverev im Tiebreak schon wie der sichere Sieger des ersten Satzes aussah, drehte Musetti regelrecht auf. Dank fünf Punkten in Folge lag der Außenseiter plötzlich mit 1:0 in den Sätzen vorne.
Zverev, der nach seinen Titeln in Paris und New York in diesem Jahr auch noch mit dem deutschen Team Ende November den Davis Cup gewinnen will, war nun gefordert. Doch der Wirkungstreffer machte ihm zu schaffen – ein schnelles Break Musettis im zweiten Durchgang brachte den Italiener auf die Siegerstraße.
Verwendete Quellen: ntv.de, ter/sid
