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Startseite»Nachrichten»Achtjährige schwer verletzt: Polizei ermittelt gegen Wildpark-Mitarbeiterin nach Wolfsattacke
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Achtjährige schwer verletzt: Polizei ermittelt gegen Wildpark-Mitarbeiterin nach Wolfsattacke

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerOktober 29, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Achtjährige schwer verletzt Polizei ermittelt gegen Wildpark-Mitarbeiterin nach Wolfsattacke

Der Angriff ereignete sich nach Angaben des Landkreises Teltow-Fläming in der Polarwolfanlage. (Foto: picture alliance / Shotshop)

Ein Ausflug in einen Wildpark endet für eine Achtjährige mit schweren Verletzungen. Während eines Kinderprogramms greift mindestens ein Wolf das Mädchen im Gehege an. Nun rückt eine Mitarbeiterin in den Fokus der Ermittler.

Nach dem Angriff eines Wolfs auf ein achtjähriges Mädchen in einem Wildpark im brandenburgischen Baruth/Mark ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung. Die Ermittlungen richteten sich gegen eine Mitarbeiterin, die mit den Kindern im Gehege gewesen sei, sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion West.

Ein Wolf attackierte am Mittwochmorgen das Mädchen in einem Wildpark bei Baruth/Mark südlich von Berlin. Das Kind kam schwer verletzt per Rettungshubschrauber in eine Klinik. Eine Tierpflegerin soll laut dem Landkreis Teltow-Fläming eingegriffen haben. „Die Tierpflegerin verhinderte durch schnelles Handeln weiteres Leid an zwei weiteren Mädchen, die ebenfalls vor Ort waren“. Ob es sich um dieselbe Mitarbeiterin des Wildparks handelt, ist unklar.

Die Achtjährige habe sich zusammen mit zwei anderen Kindern und der Mitarbeiterin in einem Gehege befunden, sagte die Sprecherin der Polizei am Tag nach der Wolfsattacke. „Dort wurde sie von mindestens einem Wolf angegriffen“. Wie der Vorfall genau abgelaufen sei, sei Teil der Ermittlungen und werde nicht öffentlich mitgeteilt.

Kinder konnten Tierpfleger begleiten

Nach Darstellung des Landkreises kam es während eines Programms für Kinder zu dem Angriff des Raubtiers. „Der Vorfall ereignete sich vor der regulären Öffnung des Wildparks im Rahmen eines am 28. Oktober 2026 gebuchten Tierpflegertages für Kinder“, teilte die Verwaltung mit. Laut Internetseite des Wildparks können Besucher dabei Tierpfleger bei ihrer Arbeit begleiten. In Brandenburg sind noch Schulferien. 

Der Angriff soll sich nach Angaben der Kreisverwaltung in der Polarwolfanlage ereignet haben. „Während der Tränkung der Tiere im Wildgehege griffen die dort gehaltenen Wölfe ein Mädchen an und verletzten es schwer“, so der Landkreis in seiner Mitteilung. Der Wildpark wollte sich zum Hergang direkt nicht äußern.

Der Landkreis Teltow-Fläming kündigte eine Aufarbeitung des Angriffs und eine Kontrolle des Wildparks südlich von Berlin an. Der Wildpark bleibt vorerst geschlossen. Eine Wiedereröffnung der Einrichtung erfolgt erst nach Freigabe durch die zuständige Behörde, wie es hieß. „Ziel ist es, den Vorfall umfassend zu prüfen und die notwendigen Konsequenzen im Rahmen der gesetzlichen Zuständigkeiten zu ziehen“, teilte der Landkreis Teltow-Fläming mit.

Auch die Polizei setzt ihre Ermittlungen fort und will klären, wie es zu dem schockierenden Angriff kam. Der Polizeieinsatz im Wildpark wurde am Mittwoch laut Sprecherin beendet. Die Einsatzkräfte befragten unter anderem Zeugen. Das Veterinäramt will auch eine tierschutzrechtliche Kontrolle im Wildpark durchführen.

Quelle: ntv.de, mwa/dpa

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