„Alles sehr schnell passiert“Täter soll in Supermarkt „funkelndes“ Messer gezogen haben
In einem Supermarkt in Berlin zieht ein Mann am späten Freitagabend offenbar ein Messer. Es folgt eine Geiselnahme, die noch immer andauert. Ein Augenzeuge schildert, wie er die ersten Sekunden erlebte.
Ein Mitarbeiter des Rewe-Supermarkts in Berlin-Marienfelde hat geschildert, wie er die seit Stunden andauernde Geiselnahme am Freitagabend aus nächster Nähe miterlebt hat. „Ich bin geschockt“, sagte der 22-Jährige zu mehreren Journalisten. Seinen Schilderungen zufolge war der Supermarkt am Freitagabend kurz vor der Schließung. Er habe die übrigen Kunden rausschicken wollen, als ein Mann ein Messer gezogen habe. „Das Messer war schon sehr groß“, berichtet er.
Er arbeite als Minijobber in der Filiale. „Ich habe nicht viel gesehen, es ist alles sehr schnell passiert. Man konnte auch nicht viel erkennen.“ Das „funkelnde Messer“ habe er aber gesehen. Er sei dann mit einer anderen Mitarbeiterin rausgelaufen und habe die Polizei gerufen.
Die Frau, die sich seit etwa 22.00 Uhr in der Gewalt des Mannes befindet, ist nach Angaben des 22-Jährigen eine Mitarbeiterin. „Sie war einfach am falschen Ort zum falschen Zeitpunkt“, sagte er. „Ich wünsche, dass alles gut ist, dass sie nicht verletzt ist, dass alles gut ausgeht.“ Ihm gehe es zum Glück gut.
Die Polizei hat die Schilderungen des 22-Jährigen auf Nachfrage weder bestätigt noch dementiert. Er könne das nicht kommentieren, sagte ein Polizeisprecher. „Es ist ein laufender Einsatz.“
