Angriffe abgewehrtUSA melden Raketenbeschuss auf Stützpunkte im Nahen Osten
Die USA haben ihre Angriffe seit dem Wochenende ausgesetzt. Auch Teheran hielt sich daraufhin zurück. Nun meldet das US-Militär, die Revolutionsgarden hätten Stützpunkte in der Region attackiert.
Nach einigen Tagen ohne gegenseitige Attacken hat die US-Armee neue Raketenangriffe des Iran gemeldet. Die Truppen Teherans hätten einen „Überraschungsangriff auf im Nahen Osten stationierte US-Streitkräfte“ versucht, erklärte das zuständige US-Regionalkommando Centcom. „Alle iranischen Raketen wurden erfolgreich abgefangen.“
Einheiten der Iranischen Revolutionsgarden hätten „mehrere ballistische Raketen vom Iran aus“ abgefeuert, meldete Centcom auf X. Dies sei der „Versuch eines Überraschungsangriffs auf im Nahen Osten stationierte US-Streitkräfte“ gewesen, der aber vereitelt worden sei. „Die US-Streitkräfte bleiben wachsam und in höchster Alarmbereitschaft“, erklärte das Kommando.
Nach 13 Nächten mit neuen US-Luftangriffen auf den Iran und Vergeltungsattacken Teherans hatten zuvor beide Seiten seit Freitag vergangener Woche keine gegenseitigen Angriffe mehr gemeldet. In der Folge zeigte sich US-Präsident Donald Trump zuversichtlich über eine mögliche Verhandlungslösung. Er sprach am Montag von einer „guten Chance“ für eine Einigung mit Teheran. Der US-Nachrichtenseite Axios sagte es, es gebe „sehr intensive Gespräche“. Sollte die Diplomatie scheitern, werde man aber „sehr entschlossene militärische Maßnahmen“ ergreifen.
Wenige Stunden vor den iranischen Angriffen hatte Trump Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im Weißen Haus empfangen, zum ersten Mal seit Beginn des Iran-Kriegs. Mehrere US-Medien hatten zuvor berichtet, Netanjahu könnte Trump um die Zustimmung zu neuen Angriffen Israels im Iran bitten. Ob das geschehen ist, ist unkar. Über den Verlauf des Gesprächs drang nichts nach außen.
Saudi-Arabien fängt Drohnen ab
Derweil hat Saudi-Arabien mitgeteilt, man habe erneut im Irak gestartete Drohnen abgefangen. Laut dem Verteidigungsministerium der Golfmonarchie richtete sich der Angriff auf die Ölanlagen des Landes. Ministeriumssprecher Turki al-Maliki erklärte, die Luftabwehr habe „mehrere Drohnen abgefangen und zerstört“. Für die „neuen Terrorangriffe“ machte er „von mit dem Iran in Verbindung stehende Milizen“ verantwortlich. Bereits am Montag hatte Riad nach eigenen Angaben Drohnen aus dem Irak abgefangen. Der irakische Regierungschef ordnete eine Untersuchung an.
Der Zusammenschluss pro-iranischer schiitischer Milizen „Islamischer Widerstand im Irak“ bezeichnete die Vorwürfe als „Erfindungen“. Riad wolle damit lediglich seine Unfähigkeit rechtfertigen, auf die „schmerzhaften jemenitischen Angriffe“ der Huthis zu reagieren. Für den Fall eines saudiarabischen Vorgehens im Irak drohte die Gruppe mit einer „harten“ Antwort.
Die pro-iranische Huthi-Miliz im Jemen hatte den Angriff auf einen saudiarabischen Öltanker im Roten Meer für sich reklamiert Der Tanker „NCC Ghazal“ habe gegen eine Seeblockade der Huthis für saudiarabische Schiffe „verstoßen“, erklärte die Miliz am Dienstag über ihren Fernsehsender Al-Masira. Das Schiff habe „Warnungen ignoriert und war gezwungen umzukehren, nachdem mehrere Raketen abgefeuert wurden“.
Die von Teheran unterstützte Huthi-Miliz hatte in der vergangenen Woche jedoch eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und seither nach eigenen Angaben saudiarabische Öltanker und Ölanlagen angegriffen. Am Montag meldete die Miliz Drohnenangriffe auf „sensible Knotenpunkte“ für den Öltransport nach Janbu. Saudi-Arabien griff Ziele in von den Huthis kontrolliertem Gebiet im Jemen an.
