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Startseite»Nachrichten»Auf Kosten der Steuerzahler: Trump verschafft Firma Millionengewinn mit Pool-Sanierung
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Auf Kosten der Steuerzahler: Trump verschafft Firma Millionengewinn mit Pool-Sanierung

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 11, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Auf Kosten der SteuerzahlerTrump verschafft Firma Millionengewinn mit Pool-Sanierung

Die Arbeiten am Reflecting Pool laufen auch Hochtouren. (Foto: REUTERS)

Donald Trump lässt ein berühmtes Wasserbecken in Washington nach seinen Wünschen umgestalten. Ohne Ausschreibung bekommt ein Unternehmen den Zuschlag, das der US-Präsident schon privat anheuerte. Nun explodieren die Kosten für den Auftrag.

US-Präsident Donald Trump greift für die Umgestaltung des berühmten Reflecting Pools am Lincoln Memorial offenbar deutlich tiefer in die Tasche der Steuerzahler als zunächst von ihm behauptet. Wie die „New York Times“ berichtet, liegen die Kosten inzwischen bei 13,1 Millionen Dollar, obwohl Trump ursprünglich gesagt hatte, der von ihm ausgewählte Auftragnehmer würde nur 1,8 Millionen Dollar für die Arbeiten verlangen. Damit wäre das Projekt mehr als siebenmal so teuer wie ursprünglich veranschlagt.

Der Preis beinhalte eine Gewinnspanne von 20 Prozent für Trumps handverlesenen Auftragnehmer, heißt es unter Berufung auf Regierungsdokumente. Demnach enthielt das Unternehmen, das bereits am Schwimmbecken eines Golfclubs von Trump gearbeitet hat, einen Vertrag ohne Ausschreibung.

Der US-Präsident lässt dem Wasserbecken im Herzen von Washington einen Schwimmbad-Bodenbelag verpassen. Arbeiter kleiden den Boden des Reflecting Pools mit blauem Material aus, das normalerweise in Schwimmbädern genutzt wird. Das Wasserbecken, vor dem Bürgerrechtler Martin Luther King 1963 seine berühmte „I Have a Dream“-Rede gehalten hatte, sei „in schrecklichem Zustand“, hatte Trump Ende April gesagt. Der zu den Wahrzeichen von Washington zählende Reflecting Pool sei „dreckig und schmutzig“ und habe „seit vielen Jahren geleckt wie ein Sieb“.

Laut „New York Times“ vergab die US-Regierung den Auftrag im vergangenen Monat ohne Ausschreibung an die Firma „Atlantic Industrial Coatings“ und umging dabei die Verpflichtung, konkurrierende Angebote einzuholen, indem sie erklärte, die Situation sei so dringend, dass jede Verzögerung der Regierung „ernsthaften Schaden“ zufügen würde. Jedoch wurden keine Angaben dazu gemacht, worin dieser Schaden bestanden hätte.

Stattdessen habe die Regierung Trumps Wunsch angeführt, die Arbeiten noch vor den Jubiläumsfeierlichkeiten zur amerikanischen Unabhängigkeit am 4. Juli abzuschließen, die sich 2026 zum 250. Mal jährt. Dieser Zeitdruck könnte die gestiegenen Kosten erklären, hieß es. Dem Bericht zufolge hat eine gemeinnützige Organisation, die sich der Landschaftsarchitektur widmet, beim US-Bezirksgericht in Washington eine Klage eingereicht, um die Neugestaltung des Pools zu stoppen. Die „Cultural Landscape Foundation“ erklärte, die Trump-Regierung habe ein Gesetz missachtet, das eine vorherige Prüfung von Projekten vorschreibt, die historische Denkmäler verändern.

Quelle: ntv.de, dsc/AFP

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