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Aufregung durch Kettenbrief: Nein, Meta-KI kann nicht auf Whatsapp-Gruppenchats zugreifen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 9, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Aufregung durch KettenbriefNein, Meta-KI kann nicht auf Whatsapp-Gruppenchats zugreifen

Wieder mal verunsichert ein Kettenbrief Whatsapp-Nutzer.

Wieder einmal gibt es große Aufregung in Whatsapp-Gruppen wegen eines Kettenbriefs. Darin wird behauptet, die Meta-KI könne künftig auf alle privaten Chats zugreifen und persönliche Daten auslesen, sollten Admins nicht „bis Samstag“ den „erweiterten Datenschutz“ aktivieren. Die Info ist Unsinn, die erwähnte Funktion nicht.

Man muss sich nur etwas Zeit lassen, dann klappt das zuverlässig wieder, wissen die Verfasser eines Whatsapp-Kettenbriefs, der aktuell in Gruppenchats für helle Aufregung sorgt. Die Meta-KI könne schon bald auf alle Chats zugreifen, wenn Admins nicht schnell aktiv würden und den „erweiterten Datenschutz“ aktivierten, heißt es darin. Es ist eine leicht veränderte Variante einer Falschmeldung, die bereits im Sommer 2025 kursierte und seitdem immer wieder mal auftaucht, wie „Mimikama“ berichtet.

Wörtlich heißt es in der Nachricht: „Wichtig für alle Gruppenchats! Ab Samstag wird KI auf WhatsApp verfügbar sein und Zugriff auf alle Unterhaltungen haben. Alle Gruppenadministratoren können bzw. sollten die Option „Erweiterter Datenschutz“ aktivieren. Andernfalls könnte die künstliche Intelligenz Gruppennachrichten öffnen, Telefonnummern sehen und sogar persönliche Informationen von eurem Telefon abrufen, einschließlich privater Gespräche. So könnt ihr das verhindern: 1. Öffnet den Gruppenchat. 2. Tippt oben auf den Namen der Gruppe. 3. Scrollt nach unten und aktiviert die Option „Erweiterter Datenschutz“. Macht das so bald wie möglich und teilt diese Information auch mit den anderen Gruppen, in denen ihr Mitglied seid, insbesondere, wenn ihr Administrator seid.„

Meta würde vielleicht gerne, tut es aber nicht

Das Fünkchen Wahrheit hinter dem Kettenbrief ist, dass der Meta-Konzern, zu dem Facebook, Instagram und auch Whatsapp gehören, immer wieder versucht, mehr Nutzerdaten für das Training seiner KI abzugreifen. Dabei beruft sich der Konzern auf den schwammigen Begriff „berechtigtes Interesse“ der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).

Doch das, was in dem Kettenbrief behauptet wird, ist komplett erstunken und erlogen. Zwar sieht man schon seit dem Frühjahr 2025 das kreisförmige Symbol der Meta-KI in Whatsapp und kann daran auch nichts ändern. Doch solange man sie in einem Chat nicht aktiv mit „@Meta AI“ anschreibt und damit einbezieht, bleibt sie außen vor. Das gilt auch in Gruppenchats, wo jeder Teilnehmer – nicht nur Admins – die KI einbinden können.

Auch wenn Meta AI aufgerufen wird, bleibt die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Whatsapp-Chats bestehen, die KI kann private Nachrichten nicht automatisch lesen. Das gilt auch für Telefonnummern oder im Smartphone gespeicherte persönliche Informationen. Die KI erhält nur Zugriff auf Inhalte, die Nutzer bewusst an die KI senden oder mit ihr teilen.

„Erweiterter Datenschutz“ trotzdem sinnvoll

Der „erweiterte Datenschutz“ ist aber trotzdem eine sinnvolle Funktion, um Meta in Schranken zu weisen. Warum das so ist, kann man im Whatsapp-Blog nachlesen: „Wenn die Funktion aktiv ist, kannst du blockieren, dass andere Personen Chats exportieren, Medien automatisch auf ihr Telefon herunterladen und Nachrichten für KI-Funktionen verwenden. Auf diese Weise können sich alle Personen in der Unterhaltung darauf verlassen, dass das, was im Chat gesagt wird, den Chat nicht verlässt.“

Quelle: ntv.de, kwe

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