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Startseite»Nachrichten»Ausschreitungen bei Ost-Duell: 29-Jähriger wird wegen versuchten Mordes nach Magdeburg-Krawallen angeklagt
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Ausschreitungen bei Ost-Duell: 29-Jähriger wird wegen versuchten Mordes nach Magdeburg-Krawallen angeklagt

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 4, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Ausschreitungen bei Ost-Duell29-Jähriger wird wegen versuchten Mordes nach Magdeburg-Krawallen angeklagt

Mit Pyrotechnik wurde die Partie auf den Rängen eingeleitet. In der Stadionumgebung kam es dann später zu massiven Ausschreitungen. (Foto: IMAGO/Christian Schroedter)

Im Januar kommt es beim Ost-Duell zwischen Magdeburg und Dresden zu heftigen Ausschreitungen. FCM-Anhänger attackieren Polizisten mit Gullydeckeln und Pflastersteinen. Einer dieser Angriffe landet nun vor Gericht.

Nach den Krawallen beim Fußball-Zweitligaspiel 1. FC Magdeburg gegen Dynamo Dresden Ende Januar hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage wegen versuchten Mordes erhoben. So muss sich ein 29-jähriger Deutscher vor dem Landgericht Magdeburg verantworten. Der Angeschuldigte ist des versuchten Mordes hinreichend verdächtig, wobei ihm als Mordmerkmal niedrige Beweggründe zur Last gelegt werden, heißt es.

In diesem Zusammenhang werden ihm ferner besonders schwerer Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung und Angriff auf Vollstreckungsbeamte in einem besonders schweren Fall vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft Magdeburg mit. Der Angeschuldigte wurde bereits am 28. Januar festgenommen und befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft.

In der Anklageschrift wird dem 29-Jährigen vorgeworfen, sich am 24. Januar 2026 an den Ausschreitungen gegen Polizeibeamte beim Duell zwischen dem FCM und Dresden in der Avnet Arena beteiligt zu haben. So soll der Angeschuldigte im Verlauf der Ausschreitungen einen circa 15 Kilogramm schweren Pflasterstein aus Nahdistanz mit voller Kraft auf die Einsatzbeamten in der Polizeikette geworfen haben. Dabei soll er den geschädigten Polizeibeamten am Kopf getroffen und verletzt haben.

DFB verhängte Kollektivstrafe

Aufgrund der Kraft des Aufpralls, der Schwere des Steins, der Wurfstärke und der geringen Entfernung soll der Angeschuldigte dabei zumindest billigend in Kauf genommen haben, dass der Wurf zu tödlichen Verletzungen hätte führen können. Der 1. FC Magdeburg war nach den gewaltsamen Ausschreitungen, bei denen mehr als 70 Polizisten verletzt wurden, mit einem Teilausschluss der Fans bestraft worden. Zudem musste der Zweitligist eine Geldstrafe von insgesamt 186.600 Euro zahlen.

Der Verein hat mittlerweile mit einigen Maßnahmen reagiert und die Sicherheitsmaßnahmen ausgebaut. Auch die Kameraüberwachung soll technisch optimiert werden. Denn Fans hatten damals auch Absperrgitter und Gullydeckel auf Polizisten geworfen.

Sachsen-Anhalts Innenministerin Tamara Zieschang hatte die Ausschreitungen damals scharf verurteilt. „Mit einem Gullydeckel und Gehwegplatten auf Polizisten einzuschlagen, ist nichts anderes als brutale Gewalt“, erklärte sie.

Quelle: ntv.de, lme/dpa

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